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Eröffnung auf den Zietenterrassen

Sportfeld der Integration Eröffnung auf den Zietenterrassen

Das überdachte Sportfeld neben dem Flüchtlingswohnheim auf den Zietenterrassen ist fertig und ist am Mittwoch eröffnet worden. Ab sofort kann das „Sportfeld der Integration“ von Flüchtlingen, Anwohnern, Freunden und Vereinen genutzt werden.

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Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Sport hilft, auch ohne Sprache miteinander zu kommunizieren“, erklärte ASC-Geschäftsführer Jörg Schnitzerling. Der ASC ist Eigentümer der Halle, die auch von anderen Vereinen genutzt werden kann. „Bei uns sind die Zuschüsse zusammengelaufen, die wir mit Eigenmitteln aufgestockt haben“, sagt Schnitzerling. Die Halle hat rund 250.000 Euro gekostet.

Zwei Freiwilligendienstler und eine Halbtagskraft des ASC sind für das Angebot in der Halle zuständig, in der sie regelmäßig unterschiedliche Sportarten anbieten. „Die Idee dahinter ist, dass die Flüchtlinge mit in die Sportangebote reingenommen werden“, erklärte Schnitzerling.

Das Sportfeld der Integration

Das Besondere an dem Sportfeld der Integration ist die Bauweise: Die Halle lässt sich innerhalb einer Woche abbauen und kann an einer anderen Stelle weiter genutzt werden. Die Seite zur Flüchtlingsunterkunft ist offen. Für das überdachte Sportfeld wurde eine landwirtschaftliche Halle umfunktioniert.

Für den Lärmschutz wurden Dämmplatten verbaut, die mit Fichtenholz in Astform verkleidet wurden. "Damit wollten wir den Outdoor-Charakter durch die stilisierten Äste festhalten“, erklärt Architekt Erwin Brune, der mit seinem Sohn Gregor die Pläne für das Bauvorhaben entwickelt hat. Die Umsetzung hat nur drei Monate gedauert. Für die nächsten fünf Jahre soll die Halle auf den Zietenterrassen bleiben. wes

„Was Sport alles leisten kann, um Grenzen zu überwinden, das wissen wir längst“, sagte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD). Sport sei absolut integrationsfähig, die Spieler müssten sich allerdings auf ein gemeinsames Regelwerk einigen.

Samir und Detlef haben sich in der Nachbarschaft kennengelernt und spielten zur Eröffnung auf ihren Gitarren unter anderem ein kurdisches Volkslied. Doch es wurde nicht nur gesungen, sondern auch Sport getrieben. Begegnungen wie diese sollen mit dem Sportangebot weiter verstärkt werden. „Um Strukturen für nachhaltige Kontakte zu schaffen“, erklärte Christa Lange vom Landessportbund Niedersachen.

So rollten zur Eröffnungsfeier die ersten Bälle durch die Halle. „Volleyball, Volleyball, wer will Volleyball?“, rief Alan durch die Halle. „Gut und super“ findet der sechsjährige Syrer das Sportfeld, neben dem er wohnt. Saad kommt aus dem Irak, ist 26 Jahre alt und lebt auch in der Flüchtlingsunterkunft. „Mein Hobby ist Fußball“, erklärte er und kickte mit den großen und kleinen Gleichgesinnten weiter.

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