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Erschwerte Bedingungen durch Losverfahren

Hunderte Feuerwehrleute im Wettstreit Erschwerte Bedingungen durch Losverfahren

Es ist heiß unter der Sonne, unterm Helm, in den dicken Jacken und in den dicken Stiefeln – die Anstrengung ist den Männern anzusehen. Saugschlauch anheben und kuppeln, C-Rohr mit Schwung ausrollen und losrennen, und dann auch noch die richtigen Befehle und Antworten geben.

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Schwerarbeit: Eilig aber fehlerlos müssen nicht nur die Bremker Schläuche ausrollen und ankuppeln.

Quelle: Heller

Schnell, aber ohne Hast, erfüllen die Feuerwehrmänner den Einsatzbefehl: Feuer in einem Dachgeschoss, Ausbreitung verhindern und Brand bekämpfen. 41-mal wird er an diesem Sonntag in Lenglern gegeben. So viele Gruppen beteiligen sich am Leistungswettbewerb 2010 der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Göttingen.

Im Wettstreit wollen sie die Besten ermitteln. In zwei Kategorien treten die Gruppen mit je neun Mitgliedern an: elf Fahrzeuge mit eigenem Wassertank und 30 Gruppen mit Tragkraftspritze ohne eigene Wasserführung. Aus jeder Wertungsgruppe qualifizieren sich die sechs besten Teams für den regionalen Landesvorentscheid (früher Bezirkswettbewerb) am 19. September in Duderstadt.

An diesem Sonntag kämpfen die Gruppen und Trupps unter schwereren Bedingungen als früher: Erstmals wird ausgelost, wer im Team welche Aufgabe übernehmen muss – nur der Gruppenführer, Maschinist und Melder sind vorher besetzt. Das heißt: Jeder im Team muss alles können, vom Wassertrupp, der schwere Saugschläuche in einem Wasserbecken platzieren muss, bis zum Angriffstrupp an der Leiter. Bisher konnten die Feuerwehrleute eine Position einnehmen, die ihnen besonders liegt. Zehn Minuten Zeit haben die Wettkampfgruppen für den Einsatz. 500 Punkte hat jedes Team als Startguthaben – Fehler und schlechte Zeiten geben Abzugspunkte.

Die Gruppe aus Bremke startet gut: Die Ausrüstung ist sauber zurecht gelegt, der Befehl wird fehlerlos übermittelt. Dann verhaspelt sich der Wassertrupp – bereits verbundene A-Schläuche lösen sich wieder. Später sichert der Angriffstrupp die Leiter nicht richtig – auch das gibt Abzugspunkte. Gruppenführer Arne Belz ist trotzdem zufrieden. „Der Gesamteindruck war gut“, sagt er, „und die Gruppe hat vor allem als Team gut zusammengearbeitet“.

Das spielt bei den Wettkämpfen ebenso eine Rolle wie Geschwindigkeit, Sicherheitsaspekte und die richtigen Handgriffe an den Stationen zwischen Wasserentnahmestelle und vermeintlichem Feuer. Hinzu kommen Sonderprüfungen mit feuerwehrtechnischen Aufgaben wie Landkarten lesen, Knoten binden oder Berechnungen zum Pumpendruck.

Kreisbrandmeister Karl-Heinz Niesen ist am Ende „sehr zufrieden“ über den Ablauf der Wettkämpfe mit mehr als 500 Teilnehmern, zu denen auch etliche Wertungsrichter gehören. Dafür hat vor allem die Feuerwehr Lenglern gesorgt – und noch selbst zwei Gruppen in den Wettbewerb geschickt. „Beachtlich“ sei auch der Rückhalt der Bürger, so Niesen. Denn die drei Wettkampfbahnen im Umfeld des Feuerwehrhauses blockierten nicht nur mehrere Straßen, sondern auch etliche Grundstückseinfahrten.

  Sieger im Kreis Göttingen
  Bei den Leistungswettbewerben der Feuerwehren aus dem Landkreis Göttingen haben sich folgende Gruppen an der Spitze platziert: In der Wertungsgruppe der wasserführenden Fahrzeuge belegten die Mannschaften Benniehausen (408,17 Punkte), Brochthausen 1 (402,82) und Brochthausen 2 (372,20) die ersten drei Plätze. Es folgen Lenglern 2 (371,98), Rhumspringe (357) und Harste (345,84). Die drei Erstplatzierten in der Wertungsgruppe der nicht-wasserführenden Fahrzeuge sind Ischenrode (409,28), Güntersen 1 (400,73) und Lenglern (396,21). Es folgen Mingerode 2 (389,85), Bovenden (389,68) und Niedernjesa (383,28).
  Sieger im Kreis Northeim
  Auch die Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Northeim sind am Wochenende gegeneinander angetreten. An ihren Kreisleistungswettbewerben in Uslar haben 41 Gruppen teilgenommen. Die sechs besten in der Kategorie Löschgruppenfahrzeug sind Edesheim (413,39 Punkte), Naensen I (388,82), Lindau II (386,76), Naensen II (372,65), Kreiensen (372,05) und Einbeck (371,97). In der Kategorie der nicht-wasserführenden Fahrzeuge belegten Dinkelhausen II (410), Gillersheim II (409,87), Gillersheim I (404,88), Ahlshausen-Sievershausen (402,29), Asche II (400,68), und Hettensen (395,24) die Spitzenplätze.
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