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Online und elektrisch im Einsatz

Erste Polizei-Tablets und Hybrid-Dienstfahrzeuge sind da Online und elektrisch im Einsatz

Als erstes Bundesland hat Niedersachsen das Tablet als mobiles Arbeitsgerät der Streifenpolizei eingeführt. Außerdem hat die Polizeiinspektion Göttingen jetzt ihren ersten Hybrid-Streifenwagen mit Elektro- und Benzinantrieb sowie mit Sonderfahrzeug-Assistent vorgestellt.

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Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. Ein Tipp auf den Touchscreen, schon heult das Yelp-Horn los, das Blaulicht blinkt, das Navi zeigt den Einsatzort, der Steifenwagen setzt sich elektrisch in Bewegung. Dort, wo es schneller als Tempo 135 gehen muss, schaltet automatisch der Benzinmotor dazu, treibt den Wagen voran und zum Einsatz, wo der Beamte schon gut informiert ankommt, weil der Kollege unterwegs auf dem neuen Polizei-Tablet den Dienstserver nach Besonderheiten am Einsatzort und nach Erkenntnissen über die dort zu erwartenden Personen durchsucht hat. Das ist nun Poliizeialltag. Die ersten Dienst-Tablets und Hybrid-Streifenwagen sind in Göttingen im Einsatz.

Polizeipräsident Uwe Lührig und Inspektionsleiter Thomas Rath haben die Neuerungen vorgestellt. Die wichtigste ist das Tablet. Dabei sind mobile Computer eigentlich ein alter Hut. Doch durfte die Polizei bisher keine sensiblen Daten durch das öffentliche Netz bewegen. Die neuen Sony-Tablets aber bieten erstmals deutschen Polizisten einen sicheren Internet-Zugang und direkten Zugriff auf die polizeiinterne Nivadis-Datenbank.

Ob Surfen im Internet oder Recherche im Fahndungscomputer - beide Funktionen trennt die Software. Der Beamte kann das Gerät als digitales Merkheft einsetzen, aber auch als internes Rechercheinstrument, in dem er ohne Zeitverlust auch Vorgänge samt Aktenzeichen anlegen kann.

Andere Bundesländer interessieren sich schon dafür

Vorerst neun der vom Innenminister angekündigten 500 Endgeräte kommen im Inspektionsbereich zum Einsatz, davon fünf in Göttingen und je eines in Duderstadt, Hann. Münden, Friedland und auf der Autobahn.Polizeiliche Daten, sagt Rath, wurden bisher einzig über sichere Kabelverbindungen versandt. Jetzt ermöglicht Verschlüsselung auch die W-Lan-Nutzung. Andere Bundesländer, ergänzt Polizeipräsident, Lührig, interessierten sich schon dafür. Das Tablet werde die Polizei noch schneller machen und Wartezeiten verkürzen.

Nicht schneller, aber lautlos kann sich die Polizei künftig auch an Tatorte mit ihren Dienstfahrzeuen anschleichen. Elektrisch beriebene Streifenwagen dienten bisher eher der Repräsentation oder der Fahrt zu Tatorten. Auf Streife kann man nun aber im Hybrid-Fahrzeugen gehen. Der GTE-Passat, der jetzt in Dienst geht, kann 50 Kilometer elektrisch fahren und gewinnt aus dem zugeschalteten Benzinmotor neuen Strom. Reichweite: 1000 Kilometer. Vier der Wagen mit je 218 PS kommen in der PD Göttingen zum Einsatz.

Schließlich helfen Sonderfahrzeugassistenten mit Touchscreen. Darüber lassen sich Sirene und Blaulicht, Navigation und sogar per Freisprechanlage das Funkgerät am Gürtel bedienen. Alles integriert in der Infotainmentanlage im Mitteldisplay. Besser zu erkennen sind die Streifenwagen künftig auch. Die Direktion kauft künftig nur noch Streifenwagen mit neongelber Folierung an den Flanken.

 

Polizei zeigt Neuheiten

Wer sitzt schon gern im Streifenwagen, wenn man nicht gerade Polizist ist? Es sei denn, die Polizei zeigt ihre Fahrzeuge Besuchern. Am Sonntag, 14. August, ist das möglich. Von 13 bis 16 Uhr können Gäste sich über die neuen Einsatzfahrzeuge und die neue Polizeitechnik bei Bratwurst und Getränken in der Inspektion, Otto-Hahn-Straße 2, in Weende informieren. Gesprächspartner der Polizei werden Interessierten dann die Einsatzmöglichkeiten der E-Fahrzeuge und sicheren Tablets erklären.         ck

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