Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Erste Tage mit dem neuen Liniennetz in Göttingen

Erst im falschen Bus Erste Tage mit dem neuen Liniennetz in Göttingen

Seit Sonnabend gilt das neue Busliniennetz der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) – und laut GöVB-Sprecherin Stephanie Gallinat-Mecke verliefen die ersten Tage „zwar ereignisreich, aber ohne größere Komplikationen“. Seit Veröffentlichung der Fahrpläne hätten die GöVB vermehrt Fahrgastrückmeldungen erreicht. „Oft handelt es sich dabei um Rückfragen zu Fahrtverbindungen, häufig jedoch auch um Beschwerden“, sagt Gallinat-Mecke.

Voriger Artikel
Jens Olschak gewinnt Göttinger Poker-Stadtmeisterschaft
Nächster Artikel
Ebergötzen als Tourismuszentrum

Katharina Minne (links) und Michele Schubring (rechts).

Quelle: MA

Göttingen. Basierend auf einiger dieser Rückmeldungen hätten die GöVB noch vor Einführung des Liniennetzes Zusatzfahrten eingeplant.

Beispielsweise werde auch das Klinikum montags bis freitags morgens besser zum Schichtbeginn um 6.30 Uhr angebunden. „Wir gehen davon aus, dass die umfangreiche Information der Fahrgäste dazu beigetragen hat, dass die Situation als verhältnismäßig entspannt bezeichnet werden kann“, erklärt Gallinat-Mecke. „Eine weitere Herausforderung sehen wir jedoch im Beginn des Schulverkehrs nach Beendigung der Herbstferien am 10. November.“

Auch für die Busfahrer habe sich vieles verändert. „Trotz Schulungen müssen sie sich nun im neuen Liniennetz live orientieren und gemeinsam mit unseren Planern schauen, wie sich die theoretische Planung in der Praxis bewährt.“ Viele Fahrer sähen der Umstellung „verhältnismäßig gelassen“ entgegen.

„Ich bin heute zuerst in den falschen Bus gestiegen“

Bei den Fahrgästen sorgt das neue Liniennetz weiterhin für ein geteiltes Echo. Das zeigte sich auch am Montag, dem Tag der ersten Bewährungsprobe der Umstellung im Berufsverkehr. “Sehr kompliziert“ findet zum Beispiel Maren Bourdy (15), Schülerin aus Bovenden, den neuen Fahrplan. „Ich bin heute zuerst in den falschen Bus gestiegen“ erzählt sie lachend.

Katharina Minne und Michele Schubring aus Elliehausen sind gar nicht erfreut. „Die Strecken der Busse sind jetzt länger. Das bedeutet: Mehr Menschen steigen in den Bus, und das heißt, dass es weniger Platz für Kinderwagen und Rollatoren gibt“, erklären sie. „Mit einem Kind ist das keine angenehme Fahrt mehr.“ Außerdem sei die Umstellung auch für die Busfahrer schwierig. „Die müssen sich jetzt das ganze Gemecker anhören, dabei müssen sie sich selber umstellen.“

Doch nicht alle sind schlecht auf das Thema zu sprechen. Student Nick Stucke (23) findet das neue System „super“. Nicht nur das langersehnte Semesterticket und die bessere Verbindung zur Universität findet er gut. „Ich wohne auf dem Lohberg, da fahren jetzt vor allem abends mehr Busse“, sagt er.

Von Andreas Fuhrmann und Margarita Schweizer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis