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Bürgerbusverein sucht Fahrer

Erster Elektro-Bürgerbus Niedersachsens Bürgerbusverein sucht Fahrer

Ein Bürgerbus soll ab 2017 den Linienbusverkehr der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) erweitern. Er pendelt als erster Elektro-Bürgerbus zwischen Dransfeld und dem Göttinger Kauf Park. Unter dem Motto „Bürger fahren für Bürger“ soll er ehrenamtlich betrieben werden - doch dazu fehlen noch mindestens zehn Fahrer.

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„Der Appetit kommt beim Essen“, sagte GöVB-Betriebsleiter Thomas Zimmermann.

Quelle: Peter Heller

Göttingen. Drei bis vier Stunden müssten die Ehrenamtlichen wöchentlich den Bus steuern. Es sei auch möglich, als Springer nur aushilfsweise zu fahren. Das erklärten Mitglieder des Bürgerbusvereins, die im Göttinger Kauf Park für ihr Projekt warben. Bürger aus Groß Ellershausen, Hetjershausen, Knutbühren, Ossenfeld und Dransfeld hatten im August den Verein gegründet. Durch diese Ortschaften soll die neue Busstrecke verlaufen.

Das Fahrzeug muss allerdings noch gebaut werden: Einen Elektrobus mit acht Sitzen gebe es noch nicht, erklärte Gerhard Löcker, Geschäftsführer des Bürgerbusvereins. Die Finanzierung sei allerdings geregelt: 130 000 Euro kostet das Fahrzeug. 100 000 Euro übernehme das Land Niedersachsen, 30 000 Euro teilten sich die Göttinger Verkehrsbetriebe, der Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) und die Stadt Göttingen, erklärte Löcker.

GöVB-Betriebsleiter Thomas Zimmermann sprach von einer guten Ergänzung des Linienverkehrs durch das Angebot des Bürgerbusses. Er könne sich vorstellen, das Konzept für Randbereiche und das angrenzende Umland zu übertragen und dadurch für bessere Anbindungen zu sorgen.

Erst müsse die Realisierung abgewartet werden: „Der Appetit kommt beim Essen“, sagte Zimmermann. Die GöVB werde hinter der Technik stehen. Sie kümmert sich unter anderem darum, dass der Bus mittags auf dem Betriebshof wieder aufgeladen wird.

Auf den Fahrersitz des Busses will auch Andreas Gruber, Center Manager des Kauf Parks, als Ersatzfahrer klettern. „Hier und da mal den Bürgerbus zu fahren ist Hammer“, sagte Gruber. Außerdem freue er sich riesig, mit dem Kauf Park Start und Ziel der neuen Linie zu sein, auch als Knotenpunkt für die Weiterfahrt ins Göttinger Stadtgebiet.

Peter Sebesse ist ebenfalls erst einmal Ersatzfahrer. Dem Dransfelder gefällt am Projekt Bürgerbus, dass durch die Streckenführung Unter- und Oberzentrum miteinander verbunden werden. Auch Heidi Sebesse wird Busfahrerin. Ihr macht es nichts aus, den elektrischen Achtsitzer zu steuern: „Wir hatten früher einen VW-Bus“, sagt sie. Mit ihrem Einsatz will sie vor allem älteren Menschen die Möglichkeit geben, flexibel zu sein.

Von Katrin Westphal

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