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Erster Nachtflohmarkt in Göttinger Zentralmensa

„Ein bisschen Krempel loswerden Erster Nachtflohmarkt in Göttinger Zentralmensa

„Eigentlich geht’s mir hauptsächlich darum, dass mein Rucksack leichter ist, wenn ich nachher wieder nach Hause fahre“, sagt Sebastian Utermann. So entspannt wie der 27-Jährige sehen es viele Verkäufer beim ersten Nachtflohmarkt im Foyer der Zentralmensa.

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Was in Wohngemeinschaften so anfällt: Studierende verkaufen DVDs, Bücher und vor allem Kleidung.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Semiprofessionelle Händler wie auf anderen Flohmärkten sucht man am Freitagabend vergeblich. Und das macht auch den besonderen Charme aus, findet Organisator Horst Reinert vom Studentenwerk.

„Hier reihen sich eben nicht 50 gefälschte Rolex-Uhren aneinander, sondern es sind einfach junge Leute, die ein bisschen Krempel loswerden wollen.“

Und tatsächlich gibt es hauptsächlich DVDs, Bücher und immer wieder Kleidung – was in Studenten-WGs halt so anfällt. Freunde von Flohmarkt-Skurrilitäten dürften sich höchstens über eine neonfarbene Katzen-Krawatte freuen.
Mit 40 Ständen, einer Bühne für Livemusik und etlichen Besuchern ist das Mensafoyer mehr als voll, die Stimmung ist gut. Auf die ungewöhnliche Idee, einen Flohmarkt mit Livemusik zu verbinden, ist eine Praktikantin des Studentenwerks gekommen.

Laut Reinert waren die entsprechenden Standanmeldungen in kürzester Zeit beim Studentenwerk eingegangen – sicherlich auch deswegen, weil, anders als bei normalen Flohmärkten, beim Nachtflohmarkt keine Standgebühr zu zahlen ist.
Wahrscheinlich ist auch das einer der Gründe, warum die Verkäufer es hier mit dem Geldverdienen nicht ganz so verbissen sehen.

Oder wie Utermann es ausdrückt: „Ist doch schöner, wenn jemand hier noch was mitnehmen und gebrauchen kann, als wenn ich den mit einem zu hohen Preis verschrecke. Da hat dann ja keiner was von.“

Von Benjamin Köster

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