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Erstes Ferienprojekt bei Martinigemeinde in Lenglern

Räuberreime und Mädchensäbel Erstes Ferienprojekt bei Martinigemeinde in Lenglern

Zum ersten Mal hat die St. Martinigemeinde im Bovender Ortsteil Lenglern rund 50 Kinder von fünf bis zehn Jahren in einem Ferienprojekt betreut. Im Mittelpunkt der ersten vier Tage standen Märchenspiele und Bastelaktionen. Am Freitag soll es um 15.30 Uhr im Pfarrgarten an der eigens gesperrten Langen Straße eine öffentliche Vorstellung geben.

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Grimmige Räuber verteidigen im Zirkuszelt die Schatztruhe.

Quelle: Hinzmann

Lenglern. Hinter den grimmigen Räubern, die im mit Sand gefüllten Tretboot hinter dem Pfarrhaus nach Münzen suchen, verbergen sich die Mitglieder der Gruppe „Kampfbiester“. Zehn Goldstücke haben die jugendlichen Betreuer – Teamer genannt – im Sand vergraben, vier sind erst gefunden. Eines davon hält Geburtstagskind Chiara in der Hand, das fünfte zieht gerade Emily aus dem Sand.

Nebenan liegen Sperrholz-Säbel zum Trocknen auf einem Tisch. „Das ist ein Mädchen-Säbel“, rät Pastor Daniel Küchenmeister und zeigt auf die schön mit Glitzersteinchen verzierte Spielzeugwaffe. Einen Tisch weiter entstehen Räuberreime, „die Räuber sind in ihrem Haus und schlachten eine Maus“, schlägt Pauline vor, und Teamerin Sarah schreibt gewissenhaft mit.

Die Betreuer, zumeist ehemalige Konfirmanden aus Lenglern und dem Bereich Hameln, Küchenmeisters vorherige Wirkungsstätte, hat der Pastor selbst ausgebildet. „Die Jugendarbeit hier hat brachgelegen“, sagt Renate Fricke, Vorsitzende des Kirchenvorstands. „Daniel Küchenmeister hat sie wieder aufgebaut, das ist wunderbar“, schwärmt die Lenglernerin von der Arbeit des jungen Pastors, der vor zwei Jahren in die Gemeinde kam.

Zum Gelingen des Ferienprojektes, sagt Küchenmeister, hätten viele Helfer beigetragen. Die Verwaltung des Fleckens Bovenden, die sich um die Straßensperrung für die Dauer einer Woche bemüht hat. 26 junge Betreuer, die Gruppen leiten und auf der Straße aufpassen, dass kein Kind beim Pendeln zwischen Pfarrhaus, Dorfgemeinschaftshaus und Kirche vor trotz Sperrung durchfahrende Autos läuft.

Eltern aus Lenglern, Güntersen und Barterode – aus dem Flecken Adelebsen ist eine von Jutta Wienecke betreute Kindergruppe angereist – die das Schatzboot mit Sand gefüllt, Truhen gebastelt haben und täglich das Essen für 50 hungrige Kinder liefern. Und schließlich auch die durch den Aufdruck auf ihrem T-Shirt als „Ersatzoma“ ausgewiesene Gerti Helmsen aus Afferde bei Hameln. Sie verteilt nicht nur Obst und Getränke, sondern versorgt auch die Wunden zweier Wespenopfer mit gekühlter Heilsalbe.

©Hinzmann

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