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Erwerbsunfähige Frührentnerin kämpft um ihre Existenz

Nach Wasserschaden Blitzschlag Erwerbsunfähige Frührentnerin kämpft um ihre Existenz

Vieles hat das Wasser zerstört, auch die einzigen Erinnerungsfotos an ihre Mutter. Starke Regenfälle während eines Gewitters haben in diesem Juni viele Göttinger hart getroffen – auch Menschen, die schon vorher wenig hatten.

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Pflegebett, Weichlagerungsmatraze und ein banger Blick in die Zukunft.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Pauline Gerke (Name von Redaktion geändert) hat große Teile ihres Besitzes verloren, den sie im Keller ihrer Wohnung gelagert hatte: Waschmaschine, Trockner, Gefrierschrank, ein Fahrrad und andere Dinge, auf die sie im Alltag angewiesen ist. 

Gerke sah sich gezwungen, einen Kredit aufzunehmen, den die erwerbsunfähige Frührentnerin lange wird tilgen müssen. „2014 war ein schlimmes Jahr für mich, das Wasser steht mir bis zum Hals”, sagt Gerke, die immer gerne gearbeitet hat, bis sie es gesundheitlich nicht mehr konnte.

Die Pflege ihrer demenzkranken Mutter hat sie ganz allein bewältigt, bis diese starb. Schon da ging es ihr selbst nicht gut: Arthrose, mehrere Bandscheibenvorfälle. Aufgrund ihrer Rückenprobleme sei sie auf eine spezielle Weichlagerungsmatratze angewiesen, die von ihrer Krankenkasse allerdings nicht bewilligt wurde.

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Dankbar ist sie deshalb dem Göttinger Sanitätshaus o.r.t., das ihr mit einer Leihgabe kurzfristig geholfen habe. „Noch nicht erzählt habe ich, dass nur zwei Wochen, nachdem mein Keller unter Wasser stand, auch noch der Blitz bei mir eingeschlagen hat“, sagt sie mit einem bitteren Lächeln im Gesicht. Das habe sie ihren Computer gekostet. 2014 war wirklich nicht ihr Jahr. Jetzt hofft sie, dass es besser endet als es begonnen hat.

Von Jonas Rohde

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