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Erzbischöfliche Vermögensverwaltung kauft 226 Wohnungen in Göttingen

Im Vermögen des Erzbistums Erzbischöfliche Vermögensverwaltung kauft 226 Wohnungen in Göttingen

Das Erzbistum Berlin hat 226 Wohnungen in der Göttinger Weststadt gekauft. Genauer: die EBV Immobilien Göttingen GmbH & Co KG, eine 100-prozentige Tochter der Erzbischöflichen Vermögensverwaltung. Geschäftsführer Bernd Jünemann bestätigt den Kauf der vier Mietshäuser mit 12 165 Quadratmeter Nutzfläche.

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Zwischen Pfalz-Grona-Breite und Königsallee: Wohnen an einem „attraktiven Standort“.

Quelle: Vetter

Die EBV habe die Gebäude zwischen Hagenweg, Pfalz-Grona-Breite, Königsallee und Margueritenweg in der zweiten Jahreshälfte 2015 von der Hamburger GK Grundbesitz 3 GmbH übernommen. Es sind die ersten Immobilien, die das Erzbistum in Göttingen besitzt.

Zum Kaufpreis will Jünemann keine Angaben manchen. 2008 hatte die GK Grundbesitz 3 die Häuser für 10,6 Millionen Euro gekauft. Die Verwaltung der Häuser soll in den Händen der Herkules Grundbesitz KG bleiben, sagt er.

Jünemann sieht den Kauf der Wohnungen als „langfristige“ Investition. Die EBV werde sich nicht so schnell wie die GK Grundbesitz 3 aus dem „attraktiven Standort“ zurückziehen. Kurzfristig wolle die EBV einen zunächst „hohen sechsstelligen Betrag“ in die Sanierung von Entwässerungskanälen und erster Wohnungen investieren. Derzeit stehen zehn der 226 Wohnungen leer. „Bei Mieterwechsel sollen dann die anderen Wohnungen, die noch nicht saniert wurden, ebenfalls saniert werden“, sagt Jünemann. Der Standort sei „attraktiv“, der Mix aus „reichlich Studenten“ und alteingesessenen Mietern sei „interessant“.

Das Stadtplanungsbüro Plan Zwei aus Hannover, das im Auftrag der Stadtverwaltung eine Untersuchung zum Gebiet „Westlich Maschmühlenweg“ vorgelegt hat, bescheinigt der EBV eine „hohe Kooperationsbereitschaft“. Dort heißt es: „Die Bereitschaft des neuen Unternehmens an der Aufwertung des Stadtteils mitzuarbeiten, eröffnet neue Chancen zu strukturellen, städtebaulichen Verbesserungsmaßnahmen.“ Herkules habe die Beteiligung am Sanierungsverfahren verweigert.

Die Planer sehen den „Instandhaltungs- und Modernisierungszustand der Wohngebäude“ in dem von ihnen untersuchten Bereich des sogenannten Blümchenviertels als „eher gering“ an. Die zum Großteil aus den 30er- und 50er-Jahren stammenden Häuser hätten keine genügende Dämmung, keinen Lärmschutz, keine Balkone und barrierefrei Zugänge. „Es überwiegen kleine Wohnungen mit Raumgrößen, die heutigen Wohnstandards immer weniger gerecht werden.“

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