Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Es fehlen 183 Kita-Plätze in Göttingen

Rechtsanspruch auf Krippenplatz Es fehlen 183 Kita-Plätze in Göttingen

Das Oberlandesgericht Dresden hat sein Urteil gefällt: Drei Mütter aus Leipzig haben keinen Anspruch auf Schadenersatz für Verdienstausfall, obwohl sie trotz Rechtsanspruchs keinen Kita-Platz für ihre Kinder bekommen hatten. Auch in Göttingen fehlen Krippenplätze. Klagen gab es aber noch nicht.

Voriger Artikel
Caritas erweitert mit neuem Kindergarten ihr Angebot in Göttingen
Nächster Artikel
Göttinger Bürgerstiftung fördert Kirche und Vereine

Das Oberlandesgericht Dresden hat sein Urteil gefällt: Drei Mütter aus Leipzig haben keinen Anspruch auf Schadenersatz für Verdienstausfall, obwohl sie trotz Rechtsanspruchs keinen Kita-Platz für ihre Kinder bekommen hatten.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Das bestätigt Verwaltungssprecherin Stefanie Ahlborn. Dabei fehlen nach aktueller Kita-Bedarfsplanung derzeit 183 Plätze, um den Rechtsanspruch rechnerisch zu erfüllen.

Die Vergabe der Plätze in den städtischen Kindertagesstätten  erfolgt gemäß der Kita-Ordnung der Stadt Göttingen. „Kinder, die aufgrund der familiären Situation und nach Einschätzung des Allgemeinen Sozialdienstes des Fachbereichs Jugend eine bessere Förderung in einer Kita als zu Hause erfahren, werden ebenso wie Kinder, die nicht bei den Eltern leben, zuerst mit einem Platz versorgt“, erklärt Ahlborn.

„Danach werden Kinder, die nur bei einem Elternteil leben, das berufstätig ist oder sich in Ausbildung (Studium) befindet, bevorzugt.“ Kinder, die mit beiden Elternteilen zusammenleben, „erhalten Plätze unter Beachtung des Umfangs der Berufstätigkeit oder der sonstigen familiären Situation“, wie Ahlborn erklärt. „Wer keinen Kita-Platz findet, wird an die Tagespflegebörse verwiesen.“

Um eine gute Chance auf einen Krippenplatz zu haben, sollte nach Angaben von Ahlborn eine Anmeldung für das jeweils kommende Kita-Jahr bis zum 20. Dezember des Vorjahres erfolgen. „Spätere Anmeldungen sind natürlich möglich, aber unmittelbar nach dem 20. Dezember beziehungsweise zum Anfang des neuen Jahres beginnt die erste Vergaberunde.“

In Deutschland haben Ein- bis Dreijährige einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz, viele Kommunen hinken mit dem Ausbau aber hinterher. Bundesweit gibt deswegen mehr als 900 Klagen an Verwaltungsgerichten. afu

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Tanzende Schneeflocken im "Kauf Park"