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Es kann nur einen geben

Tageblatt-Kolumne Es kann nur einen geben

Kollege Wätzold ist schon wieder auf seinem Lieblingsplätzchen: ganz oben auf der Palme. Geht um Schnaps und Cannabis. Da versteht er nicht so viel Spaß. Jedenfalls nicht im Falle offensichtlichen Blödsinns.

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Christoph Oppermann

Quelle: GT

Göttingen. Er erinnert mich immer ein bisschen an die HB-Männchen. Wenn er sich auf seinem Aufregerbaum dauerhaft einrichtet, können wir ihn auch gleich die Wettervorhersage erledigen lassen. Wofür lassen wir dem eigentlich den Sockel vorm Bahnhof installieren, wenn er doch immer zornbebend die Palme raufkraxelt.

Oder haben Sie ernsthaft angenommen, aus dem Klotz am „Platz der skurrilen Züge“ sollte wirklich ein Denkmal werden? Ha! Reingefallen.Lustige Vorstellung, quasi eine abgefahrene Idee.

Weniger lustig: In wenigen Tagen beginnt die Weihnachtssaison. Quatsch? Nein, überhaupt nicht. Furchtbar, aber leider wahr. Spätestens Anfang September - aber wirklich allerspätestens - finden sich die ersten Spekulatius in den Supermarktregalen, und die Kollegen in den weißen Kitteln rüsten die Regale ruckzuck nach.

Ehe man sich versieht, ist man von Lebkuchen und anderem Jahresendzeitplunder umzingelt. Spätestens Anfang September geht‘s los. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie wir mit dem Thema umgehen wollen. Das „blaue Band“ für den ersten Spekulatius? Sitzplatzgarantie im Weihnachtsgottesdienst für denjenigen, der die ersten Schoko-Weihnachtsmänner im Regal entdeckt? Wir sind für Vorschläge offen.

Und wenn ich das Zeug bei knapp 30 Grad Außentemperatur wieder entdecke, bin ich ganz oben auf der Palme. Dann wird‘s aber eng für den Wätzold. Aber dem lassen wir ja auch den hässlich-praktischen Klotz an den Bahnhof stellen. So eine Art Satiriker-Rückzugsreservat.

Wenn Sie originelle Einfälle zur Berichterstattung über leicht verfrühtes Weihnachtsaccessoire haben - immer her damit. Schreiben Sie mir an c.oppermann@goettinger-tageblatt.de oder über twitter an @tooppermann .

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