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Eselnachwuchs im Wildpark Hardegsen

Ein Fohlen Eselnachwuchs im Wildpark Hardegsen

Ein besonderes Geschenk hat der Hardegser Wildpark zu seinem 50. Geburtstag bekommen. Am Festtag wurde ein Eselfohlen geboren. „Das wird ein Großer“, sagt Parkhüter Wolfgang Schlemme. Mit einer Lebenserwartung von bis zu 40 Jahren werde das Huftier wohl auch das 75. Jubiläum des Wildparks erleben.

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Eselnachwuchs im Wildpark Hardegsen

Quelle: Heller

Hardegsen. Als der Parkwärter am Festtagsmorgen in den Stall kam, sei der kleine Esel schon da gewesen. 5.05 Uhr zeigte die Uhr. Pünktlich zur Festeröffnung konnte Schlemme die Geburt verkünden. Nach der Geburt maß das Eselfohlen 70 Zentimeter und brachte 12,9 Kilo auf die Waage. In den ersten acht Tagen habe der kleine Hengst etwa zwei Kilo zugelegt und sei ordentlich gewachsen.

 

Im vergangenen Jahr gab es in Hardegsen keine Eselfohlen. 2013 waren nach langer Pause die Eselhengste Tobi und Julius geboren worden. Sie sorgten in diesem Jahr für den Nachwuchs. Obwohl die Hengste aus dem eigenen Stall sind, sei es nicht zur Inzucht gekommen, sagt Schlemme. Der Sohn von Maria, Tobi, deckte Henriette. Henriettes Sohn Julius kam zur Eselin Maria.

 

Foto: Heller

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Den kleinen Henry brachte Henriette schon vor fünf Wochen auf die Welt. Auf Maria musste Schlemme warten. 2013 war sie zuerst Mutter geworden. „Esel haben eine variable Tragezeit“, erklärt der Parkwärter. Bei den ehemaligen Wüstentieren könne sie zwischen elf und dreizehn Monaten dauern. Maria habe sich noch mehr Zeit gelassen, erst im 14. Monat kam ihr Fohlen. „Sie wartet den Tag ab, an dem wir 50 Jahre Wildpark feiern“, prophezeite Schlemme. Noch am Vorabend des Fests am Sonntag, 19. Juli, habe er diese Ahnung gegenüber Hardegsens Bürgermeister Michael Kaiser (parteilos) geäußert. Und er sollte Recht behalten. Am Festmorgen war das Jubiläumsfohlen da. Nach seinen ersten acht Lebenstagen sollen die beiden kleinen Eseljungen mit ihren Müttern gemeinsam auf die Weide.

 

Sechs Esel leben jetzt im Hardegser Wildpark, mehr als genug für das Gelände, das ihnen derzeit zur Verfügung steht. Deshalb denkt der Parkhüter daran, ein oder zwei Tiere zu verkaufen. Mit mehr Platz für die Esel könnte man die Herde auch rassenmäßig vergrößern, meint Schlemme. Dann könnte man rund um die Eselstadt sogar Eselwanderungen unternehmen, lässt er seiner Fantasie freien Lauf.

 

„Die Artenvielfalt im Wildpark wird größer“, lautet Schlemmes allgemeine Bilanz. Im April kam ein Mini-Shetty hinzu. Eisvogel und Wasseramsel zeigen sich regelmäßig. Auch ein Blesshuhn sei schon zu Besuch gekommen. Die Stars aber sind im Moment die Eselfohlen.

Von Ute Lawrenz

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