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Eulenfest lockt zehntausende Besucher nach Einbeck

41. Auflage Eulenfest lockt zehntausende Besucher nach Einbeck

Das Eulenfest, seines Zeichens größtes Stadtfest Südniedersachsens, hat auch bei seiner 41. Auflage bereits am Sonnabend mehrere zehntausend Menschen in die Innenstadt gelockt.

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Quelle: Pförtner

Einbeck. Sie hörten Live-Musik,  besuchten die zahlreichen Verkaufs-, Verzehr- und Infostände und genossen die Attraktionen. Über mangelnde musikalische Vielfalt konnten sich die Besucher nicht beklagen. Auf vier großen Bühnen wurde live gesungen und gespielt.

Riesig war das kulinarische Angebot. Hildesheimer Rahmfladen, Senfbutterhäppchen, Schupfnudeln, Lychee-Bowle, Piratenblut (Met mit Johannisbeer-Wein), Flatinoos-Fladenbrote, aber auch Reibekuchen, Stracke und Thüringer Bratwurst. Besonders gut gingen die Ungarischen Kaminstriezel von Lajos Berke. Michael Pommer verspeiste einen der leckeren Hefekuchen, direkt nachdem er sich in einer Gondel des Fahrgeschäfts „Dancer“ hatte herumwirbeln lassen – mit  40 Stundenkilometern und 14 Umdrehungen in der Minute. „Jetzt brauch ich was im Magen“, stellte der 29-Jährige mit zittriger Stimme fest.

Groß war auch das Sortiment der Verkaufsstände. Die boten unter anderem Staubsauger, Antiquitäten, Schaffelle, diverse Kleidung sowie Bücher, Comics und Groschenhefte an. Nichts zu lesen, sondern zu hören, besorgte sich Gerhard Dietrich, und zwar in erster Linie CDs mit Heimatmusik. Mit seinen 96 Jahren dürfte der Einbecker einer der ältesten Besucher gewesen sein.

Zu den jüngsten gehörte dagegen Elena-Sophie. Als die Zweijährige des Einbecker Originals „Harry“ – der ein Charlie-Chaplin-Kostüm trug und Luftballons kunstvoll verknotete – ansichtig wurde, bekam sie Angst. „Da ist ein böser Mann“, rief sie und versteckte sich hinter Papa. Das Eulenfest dauert noch bis Sonntag.

Von Hauke Rudolph

Das Eulenfest ...
... hat seinen Namen von Till Eulenspiegel. Der berühmte Narr kam auf seinen Reisen auch durch Einbeck, wo er Anstellung in einer Brauerei fand. Nachdem man ihn angewiesen hatte, Hopfen und Malz in die große Siedepfanne zu schütten, schnappte er sich des Braumeisters Hund, der „Hopfen“ hieß, und warf ihn in die kochende Sud. Angesichts des zappelnden Tieres rief er „da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt“, während der verzweifelte Braumeister klagte: „Jetzt sind Hopfen und Malz verloren.“
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