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„Europa kommt bei Ihnen an“

Wulff in Weende „Europa kommt bei Ihnen an“

Ob es am Thema lag? Oder am guten Wetter? Oder am angestaubten Ambiente der Weender Festhalle? Aber ein mitreißender Auftritt sieht anders aus. Die Rede des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) zum Thema „Unser Niedersachsen in Europa“ geriet gestern zur nüchternen, wenn auch bestimmten Bestandsaufnahme.

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Christian Wulff

Quelle: CR

"Bei Ihnen kommt Europa an“, sagte er den rund 250 Zuhörern. Als ganz konkrete Beispiele aus der Region nannte Wulff etwa das Brotmuseum Ebergötzen, das Freibad in Reiffenhausen oder das Gut Besenhausen als Projekte, die direkt durch Förderungen der Europäische Union (EU) profitiert haben. Auch Forschungsprojekte an der Universität oder Beschäftigungsprogramme der Agentur für Arbeit und der Volkshochschule würden direkt gefördert. Europa sei ein großes Geschenk, sagte Wulff. Nicht nur habe es durch ein geeintes Europa 60 Jahre Frieden in Deutschland gegeben, auf den Gebieten des Umweltschutzes oder eines gemeinsamen Verbraucherschutzes sei viel erreicht worden. Zudem habe die EU-Agrarpolitik den Bauern im Agrarland Niedersachsen „gute Entwicklungen“ gebracht. Für das Land Niedersachsen, das im Bereich der Landwirtschaft in Deutschland an erster Stelle stehe, sei das wichtig.

Niedersachsen habe als Land in der Mitte Europas, sei es als Agrar- oder Industrieland, von der EU profitiert und werde es weiter tun, so der Tenor in Wulffs Rede. Auch wenn es wichtig sei, etwa in der Finanz- und Wirtschaftspolitik einen gemeinsamen, europäischen Grundkonsens zu finden, plädierte Wulff weiterhin für nationale Zuständigkeiten etwa bei Einwanderungsfragen oder in der Sozialpolitik.

Der Applaus in der Halle war freundlich. Vor der Halle warteten unterdessen Göttinger Schüler, Eltern und Lehrer, um mit Wulff ein ganz konkretes, landespolitisches Thema zu diskutieren: das so-genannte Turbo-Abitur. Wulff nahm sich die Zeit.

Michael Brakemeier

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