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Exkursion mit Baumfreunden im Göttinger Cheltenhampark

Guter Baumschnitt, weniger guter Baumschnitt Exkursion mit Baumfreunden im Göttinger Cheltenhampark

„Stadtbäume im Spannungsfeld zwischen geeigneten Lebensräumen und menschlichen Ansprüchen“: Zu diesem Thema haben sich am Sonnabend eine Handvoll Baumfreunde zu einer Exkursion im Cheltenhampark getroffen. Während des Rundgangs erklärte Baumfachmann Benedikt Morbuch, welche Bäume gute Beispiele für Baumpflege abgeben – und welche eher schlechte.

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Baumstumpf für Tiere: Benedikt Morbuch (2. v. r.) leitet die Tour.

Quelle: Heller

Göttingen. Eine „drastisch zurückgeschnittene“ Linde am Wallaufgang an der Stadthalle zeige beispielsweise sehr viele „Wassersprieße“. „In acht bis zehn Jahren könnte das zu einem Problem werden, weil dann diese Äste bei Wind schneller brechen“. Pflegemaßnahmen werden dann aufwendig und damit teuer.  Generell, so der Arboristiker, müsse man aber beachten, dass im öffentlichen Raum immer die Sicherheit Priorität habe. Die starke Ausdünnung der Linde sei vermutlich zur „Reduzierung der Windlast“ erfolgt. Morbuchs Meinung nach sei der Eingriff aber etwas zu drastisch ausgefallen.

Ein Baumstumpf etwas weiter südlich auf dem Wall, eine große Esche im St.-Michael-Kindergarten, eine weiterer alter Stumpf im Park und ein rund 100 Jahre alte Ulme werden von den Baumfreunden eher positiv bewertet. Mit auf Tour sind auch der Baumsachverständige Stefan Düsterkeit und Ann-Kathrin Schmidt von der Arbeitskreis Baumschutz des BUND (Bund für Naturschutz). Die Baumstümpfe bieten beispielsweise Höhlen für Fledermäuse und Baummarder, die Stämme Lebensraum  für Käfer. Die große Ulme nennt Morbuch ein Beispiel für  „gelungene Baumpflege. Generell, da sind sich die Baumfreunde einig, habe die Sicherheit des Menschen Vorrang vor dem Baumschutz. Jedes Jahr diskutiert der Arbeitskreis Baumschutz die Fäll-Liste mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Auch wenn man sich nicht immer ganz einig sei, laufe das sehr gut. Wer beim Arbeitskreis mitmachen möchte, kann sich beim BUND Göttingen unter Telefon 05 51 / 5 61 56 informieren. 

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