Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 18 ° Gewitter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Wie wird es reagieren?

Experimente der Kinder-Uni Wie wird es reagieren?

Flammen sprühen, flüssiger Stickstoff wabert: "Wie wird es reagieren?": So lautete am Donnerstag der Titel des ersten Seminars der Kinder-Uni Göttingen im Sommersemester. Im Labor des Instituts für anorganische Chemie experimentierten Kinder unter Anleitung von Lehramtsstudierenden.

Voriger Artikel
Letzte Arbeiten an der Groner Straße
Nächster Artikel
Anmeldungen für Göttinger Gesundheitsmarkt

Feuer und Flamme: bei den Experimenten an der Kinder-Uni.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Flüssiger Stickstoff perlte aus dem Gefäß, in das der zehnjährige Nikita eine Tulpe tauchte. Dann ließ er sie mit einem Schlag auf den Experimentiertisch zersplittern. "Stickstoff ist eigentlich ein Gas", erklärte Student Felix Kollenda, "er muss unter minus 196 Grad haben, um flüssig zu werden." Beim Verdampfen habe er der Blume so viel Wärme entzogen, dass das Wasser in ihr gefroren sei. Nikita hatte erst keine Lust gehabt, zum Seminar zu gehen: Seine Mutter meldete ihn an. "Jetzt finde ich es cool, so viel auszuprobieren." Besonders hätten ihm die Versuche mit Feuer gefallen, sagte der Fünftklässler. Wie auf ein Zeichen rief im Hintergrund ein anderes Kind "cool", als eine große Wolke Pulver in Flammen aufging. "Zum Beispiel den Stickstoff können wir hier im Labor verwenden, an den meisten Schulen jedoch nicht. Für uns Studierende ist es zudem eine Möglichkeit, mit Kindern zusammenzuarbeiten", so Kollenda.

Flammen sprühen, flüssiger Stickstoff wabert: "Wie wird es reagieren?": So lautete am Donnerstag der Titel des ersten Seminars der Kinder-Uni Göttingen im Sommersemester. Im Labor des Instituts für anorganische Chemie experimentierten Kinder unter Anleitung von Lehramtsstudierenden.

Zur Bildergalerie

Es gehe darum, die Kinder für Naturwissenschaften zu begeistern, sagte Organisatorin Elena von Hoff. Sie promoviert in der Abteilung für Fachdidaktik Chemie. In Kitteln und mit Schutzbrillen experimentierten die Kinder zu zweit oder dritt mit den Studierenden an verschiedenen Stationen. "Kaum haben sie den Kittel an, werden sie zu kleinen Wissenschaftlern", sagte die 26-Jährige. So auch die zehnjährige Amelie: "Was passiert, wenn ich das Waschpulver dazugebe?", wollte die Fünftklässlerin von Philipp Lanfermann wissen. Das solle sie einfach ausprobieren, entgegnete dieser. Der Rotkohlsaft im Reagenzröhrchen wurde daraufhin blau. "Der Saft zeigt an, dass das Waschpulver alkalisch ist", erklärte Lanfermann. ­­­­Amelie fand es "cool im Labor". Auch der zehnjährige Christopher, der am Bunsenbrenner unaufhörlich bunte Flammen mit einer Metall-Lösung erzeugte, sagte: "Chemie ist mein Zweitlieblingsfach, obwohl ich es noch gar nicht habe."

Die Anmeldung zum nächsten Seminar der Kinder-Uni zum Thema Ernährung ist ab Mittwoch, 19. April, um 8 Uhr hier möglich.

Von Marie Niederleithinger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Stadt Göttingen ehrt Schülerprojekte zu Integration