Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
FDP schickt Oldenburg ins Rennen

Wahlkreisversammlung bestimmt Landratskandidatin / Missmut bei der FDP Osterode FDP schickt Oldenburg ins Rennen

Mit Felicitas Oldenburg als Landratskandidatin zieht die FDP in die Kommunalwahl im September. Auf der Wahlkreisversammlung am Dienstagabend in Göttingen haben die FDP-Mitglieder der Kreisverbände Osterode und Göttingen die 49-jährige Juristin gewählt.

Voriger Artikel
Mit der Sonne zum Sieg
Nächster Artikel
Holi-Farbrausch-Festival in Göttingen

Mareike Röchendorf (Stadtverband, l.) mit Oldenburg.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. Oldenburgs Wahl zur Kandidatin erfolgte allerdings ohne die Zustimmung der Mitglieder aus dem Kreisverband Osterode. Der Osteroder Kreisverbandsvorsitzende Markus Danne kündigte vor der Wahl an, dass sich seine Mitglieder enthalten werden. Grund: das Vorpreschen des Göttinger Kreisvorstandes, der Oldenburg bereits im Februar als Landratskandidatin vorgeschlagen hatte. Dazu habe es mit Osterode keine Absprachen gegeben, sagte Danne. Stattdessen sei sie FDP in Osterode zunächst mit dem CDU-Landratskandidatin Ludwig Theuvsen im Gespräch gewesen, diesen möglicherweise zu unterstützen.

Denn das erklärte Ziel der Osteroder FDP sei die Abwahl des amtierenden Göttinger Landrates Bernhard Reuter (SPD), erklärte Hermann Seifert, Mitglied des Kreistages in Osterode. „Wir müssen gegen die Wahl Reuters angehen.“ Reuter sei „kein lupenreiner Demokrat“, sagte Seifert und erinnerte an Reuters Zeit als Landrat in Osterode. Seifert und Danne sicherten Oldenburg zu, sie nicht zu diskreditieren und ihr im Wahlkampf keine Steine in den Weg zu werfen.

So entfielen am Ende 31 der abgegebenen 39 Stimmen auf Oldenburg (79,5 Prozent). Sieben Mitglieder enthielten sich, ein Mitglied stimmte gegen Oldenburg.

Oldenburg nannte das Verhalten der FDP-Mitglieder aus Osterode verständlich und sprach von innerparteilicher Demokratie. Sie wisse sehr wohl, dass sie kaum Chancen gegen Reuter oder Theuvsen haben werde, sagte sie in ihrer Vorstellungsrede. So sei es ihr Ziel, im Wahlkampf die „liberale Flagge“ hochzuhalten und Themen zu setzen. Ihre Politikschwerpunkte sieht sie in den Bereichen Strukturpolitik, Bildung und Finanzen.mib

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016