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Facebook-Gruppe zur Unterstützung von Flüchtlingen

Gemeinsam in Göttingen Facebook-Gruppe zur Unterstützung von Flüchtlingen

Schnelle, direkte und unbürokratische Hilfe für Flüchtlinge: Das soll die Facebook-Gruppe „Gemeinsam in Göttingen“ ermöglichen. Ins Leben gerufen haben die Gruppe Simone Klemke und der Flüchtling Amir Sharafi. Derzeit sind über das soziale Netzwerk rund 350 Menschen organisiert.

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Simone Klemke und Amir Sharafi.

Quelle: Vetter

Göttingen. Das Ziel der Gruppe hat Klemke programmatisch formuliert: „In dieser Gruppe kommunizieren Menschen, egal welcher Herkunft. Wir möchten einander kennenlernen, uns austauschen und voneinander profitieren. Hier gibt es Angebote für Veranstaltungen, Sprachen, Unterstützung sowie Beratung, und das stets auf kurzen Wegen. Göttingen wird bunter, und wir sind dabei.“

In der Gruppe werden Hilfsangebote bekannt gemacht, Treffen organisiert und Informationen ausgetauscht. Unter anderem würden Sprachpatenschaften organisiert, es gehe um Kinderbetreuung, Möbel, Hausaufgabenhilfe, Jobs oder die Möglichkeit eines Studiums, so Klemke. Einige Angebote organisiert die Gruppe auch selbst, so etwa ein Angebot zur Sprachvertiefung im Stadtteilbüro Leineberg und einen Flashmob am internationalen Weltfriedenstag.

Über Facebook würden nicht nur Hassparolen verbreitet. Über das soziale Netzwerk sei es auch möglich, dass Menschen, egal welcher Herkunft, sich unkompliziert begegnen könnten, meint Klemke. Um ausländerfeindliche Parolen zu vermeiden, ist ‚„Gemeinsam in Göttingen“ eine geschlossene Gruppe, bei der anfragen muss, wer mitmachen möchte. Für alle Fälle hat Klemke zudem in der Gruppe einen klaren Hinweis veröffentlicht: „Für Rassismus und Beleidigungen ist auf dieser Seite kein Platz. Entsprechende Kommentare werden von den Admins entfernt.“

Die Gruppe wurde möglich, als Klemke bei der Vermittlung einer Wohnung Sharafi kennenlernte. Der 39-jährige Flüchtling spricht sehr gut Deutsch, weil er nach eigenen Angaben von 2002 bis 2008 in Paderborn Chemie studiert hat. Danach ging es nach Syrien zurück um dort zu arbeiten. Nach Ausbruch des Bürgerkriegs floh er mit Frau und zwei Kindern nach Deutschland. Es sei wichtig, dass Deutsche und Flüchtlinge einander kennenlernten, so Sharafi. Probleme gebe es nur, wenn beide Seiten getrennt blieben.

"Give peace a chance": Flashmob am Weltfriedenstag
Für den internationalen Weltfriedenstag am Montag, 21. September, ruft die Facebook-Gruppe „Gemeinsam in Göttingen“ zu einem Flashmob am Göttinger Gänseliesel auf. Dort soll das Lied „Give peace a chance“ von John Lennon gesungen werden. Teilnehmer der Mitmach-Aktion sollen nur den Refrain singen, die Strophen übernehmen Musikgruppen. Bei der Aktion machen nach Angaben der Veranstalter die Band „Seven up“, der Kaz-Chor, Sambatida, der Göttinger Knabenchor und die Groove-Company mit. Der Flashmob beginnt um 18 Uhr.  bar
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