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Fachtagung in Göttingen will Frauen und Mädchen mit Behinderung stärken

Auftakt für Modellprojekt in der Region Fachtagung in Göttingen will Frauen und Mädchen mit Behinderung stärken

„Frauen und Mädchen mit Behinderung stärken“ – dazu will eine Fachtagung in Göttingen im Mai beitragen, die zugleich Auftakt eines Modellprojekts ist. Behinderte Frauen sind nach Angaben der Organisatoren deutlich häufiger von allen Formen von Gewalt betroffen als Frauen ohne Behinderung.

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Behinderte Frauen sind einer Studie zufolge viel häufiger von Gewalt betroffen als nichtbehinderte.

Quelle: Burgi/dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Jede zweite Frau mit Behinderung erleide in ihrem Leben sexuelle Gewalt, heißt es in einer Ankündigung der Tagung. Körperliche und psychische Gewalt müssten behinderte Frauen doppelt so häufig erleben wie Frauen ohne Behinderung.
Dennoch nutzten behinderte Frauen und Mädchen wesentlich seltener die Angebote von Fachberatungsstellen im Gewaltschutzbereich. Viele wüssten nicht, dass und welche Hilfsangebote es gebe.

Außerdem seien die Beratungsstellen oft nicht barrierefrei. Auch Fachkräfte der Behindertenhilfe wünschten sich mehr Informationen. Mangelndes Wissen und fehlende Kontakte verhinderten oft eine schnelle Unterstützung der Betroffenen. Die Tagung soll dazu beitragen, dass in Stadt und Landkreis Göttingen Hilfen gegen sexuelle Gewalt besser ineinander greifen können. Formen sexueller Gewalt sind neben Vergewaltigung und Missbrauch auch sexuelle Belästigung und ungewollte Berührungen.

Mit der Tagung startet das Projekt „Suse – sicher und selbstbestimmt. Frauen und Mädchen mit Behinderung stärken“ in der Region. Suse ist ein Projekt des BFF (Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe). Stadt und Landkreis Göttingen bilden eine der bundesweit fünf Suse-Modellregionen. Die für Frauen und Mädchen entwickelten Konzepte sollen auch Jungen und Männern, die Gewalt erlitten haben, zur Verfügung gestellt werden.

Das Suse-Projekt wird finanziell unterstützt durch die Aktion Mensch. Während der Auftaktveranstaltung stehen Fachvorträge auf dem Programm. Außerdem stellen der Frauen-Notruf Göttingen und die Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung ihre Arbeit vor. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei. Eine Übersetzung in die Deutsche Gebärdensprache wird bei Bedarf angeboten.

Die Tagung ist vorgesehen am Dienstag, 12. Mai, von 9.30 bis 14.30 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4.

Anmeldungen bis Montag, 30. März, per Fax unter 05 51/ 5 31 18 75 oder E-Mail kontakt@frauen-notruf-goettingen.de.

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