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Familien mit 22 Kindern beziehen neue Häuser

Milde Stiftung baut für 1,65 Millionen Euro Familien mit 22 Kindern beziehen neue Häuser

Der Göttinger Hagenberg ist auf einen Schlag um 22 Kinder reicher. Sie gehören zu den ersten Bewohnern der neuen Häuser für Großfamilien, die die Milde Stiftung der Stadt Göttingen gebaut hat. Am Dienstag händigte Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) den ersten sechs Familien ihre Wohnungsschlüssel aus.

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Neue Heimat für viele Kinder: vier Häuser mit acht günstigen Wohnungen für große Familien.

Quelle: Heller

Göttingen. Zwei weitere Wohnungen sind noch nicht vergeben.

Auf dem Grundstück an der Holtenser Landstraße hatte die Stadt über viele Jahre zunächst Kriegsflüchtlinge und dann Wohnungslose untergebracht. Dann standen die zunehmend verfallenden Schlichtbauten eine lange Zeit leer. Im April 2011 wurden sie abgerissen.

Vier Doppelhäuser mit acht Wohnungen hat die Milde Stiftung an gleicher Stelle für etwa 1,65 Millionen Euro gebaut. Sie sollen nach Angaben der Stadtverwaltung ausschließlich großen und kinderreichen Göttinger Familien zur Verfügung stehen. Während der politischen Diskussion und auf Bürgerversammlungen in der Planungsphase hatten Vertreter der Stadt mehrfach betont, dass die neuen Häuser nicht als Sozialwohnungen für leistungsabhängige Familien genutzt würden.

Zielgruppe seien Familien, die aufgrund ihrer großen Personenzahl und eines geringen Einkommens nur schwer eine Wohnung in Göttingen finden würden.

Die acht Wohnungen haben eine Wohnfläche von 86 bis 130 Quadratmeter. Neben zwei oder drei Kinderzimmern gibt es ein Elternzimmer, eine Wohnküche, Bad und WC sowie Balkon oder Terrasse. Für alle vier Häuser gibt es auf dem 4500 Quadratmeter großen Grundstück einen gemeinsamen Spielplatz und einen zentralen Carport mit separaten Einstellplätzen für jede Wohneinheit.

Die Häuser seien nach modernsten energetischen Gesichtpunkten gebaut, betont die Stadt. Wärme und Strom erzeugt ein Blockheizkraftwerk. Die Kaltmiete beträgt laut Stadtverwaltung maximal sechs Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Bisher seien sechs Wohnungen belegt, zwei von alleinerziehenden Müttern und vier von großen Familien. Meyer würdigte die Zweckmäßigkeit der Häuser und ihren hohen energetischen Standard zum Nutzen einer „neuen internationalen Wohngemeinschaft“.

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