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Familientag in der historischen Wichert'schen Erdbebenwarte

Zum "Anfassen und Begreifen" Familientag in der historischen Wichert'schen Erdbebenwarte

Mit einem Familientag will der Verein Wiechert'sche Erdbebenwarte sein zehnjähriges Bestehen feiern. Seit 2005 betreuen und warten die Mitglieder die historischen Seismographen in der Herzberger Landstraße. Auch bieten sie regelmäßige Führungen an.

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Quelle: Heller

Göttingen. "Es ist fast ein Full-Time-Job geworden", sagt der Vereinsvorsitzende Wolfgang Brunk. Seit 2005 kümmern sich Brunk und knapp 80 Vereinsmitglieder um die Erhaltung der drei Seismographen, mit denen der Göttinger Geophysiker Emil Wiechert vor weit mehr als 100 Jahren im Göttinger Wald die moderne Seismologie begründete. Noch heute registrieren die riesigen Instrumente, die die Göttinger Firma Spindler und Hoyer gebaut hat, Erdbeben rund um den Globus.

Ab 2004, als bekannt wurde, dass die Göttinger Universität kein Interesse an dem historischen Geräten mehr hatte und diese verschrotten wollte, haben sich Brunk und seine Mitstreiter für die Rettung der wissenschaftshistorischen Instrumente eingesetzt. Entstanden sei "ein begehbares Technikmuseum", erklärt Brunk. Mit Technik "zum Anfassen und Begreifen".

Zu sehen gibt es neben den Seismographen auch die so genannte Gauß-Hütte, in der Carl-Friedrich Gauß zu Magnetfeldern experimentierte, und die vier Tonnen schwere Mintrop-Kugel.

Ziel sei es, so Brunk, neben dem wissenschaftlichen Betrieb die Besucher für Naturwissenschaften zu interessieren. Seit Vereinsgründung haben mehr als 15000 Besucher den Weg in das ehemalige Geophysikalische Institut gefunden. Allein 2014 waren es 2150. Rund 750 Führungen haben die Vereinsmitglieder ehrenamtlich organisiert. Darunter auch Führungen, die die Göttingen Tourismus vermittelt hat. "Wir sind am Erfolg ersoffen", sagt Brunk.

Für den Familientag am Sonntag, 6. September, sind Führungen zu den einzelnen Stationen der Erdbebenwarte geplant. Spieleerfinder Reinhold Wittig stellt seine Spiele vor. Stündlich fällt die Mintrop-Kugel und lässt den Waldboden erzittern. "Wir wollen das Wissen um die Erdgeschichte und Plattentektonik haptisch erlebbar und begreifbar machen und junge Menschen begeistern", sagt Brunk. Beginn ist um 11.17 Uhr in der Herzberger Landstraße 180/182.

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