Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Familienzentrum "Baumhaus": Betrieb bis Ende 2017 gesichert

Stadt und Kirchengemeinde finanzieren gemeinsam Familienzentrum "Baumhaus": Betrieb bis Ende 2017 gesichert

Das Familienzentrum "Baumhaus" in Nikolausberg ist vorerst gerettet. Wie Helmi Behbehani (SPD), Vorsitzende des Jugendhilfeausschuses, berichtete, haben sich Politik und Kirche auf eine gemeinsame Finanzierung des Projektes ab Januar 2016 geeinigt.

Voriger Artikel
Automat samt Inhalt in Wulften gestohlen
Nächster Artikel
Mann verschanzt sich in brennender Wohnung

Das Familienzentrum "Baumhaus" in Nikolausberg ist vorerst gerettet. Wie Helmi Behbehani (SPD), Vorsitzende des Jugendhilfeausschuses, berichtete, haben sich Politik und Kirche auf eine gemeinsame Finanzierung des Projektes ab Januar 2016 geeinigt.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Nikolausberg. Jetzt müsse das Vorhaben noch den Jugendhilfeausschuss und den Rat passieren. Die Zustimmung gelte aber in beiden Gremien als sicher, sagte Bebehani. 

„Weil wir früh wussten, dass die Finanzierung nur bis Ende 2015 gesichert ist, führen wir seit mehr als einem Jahr Gespräche mit der Kirche“, sagte Behbehani. Der Kirchenkreis habe zwischenzeitlich einen Antrag auf 10 000 Euro Förderung pro Jahr an die Stadt gestellt.

„In Zeiten des Entschuldungshilfeprogramms ist das für uns allein aber nicht darstellbar“, so Behbehani weiter. Die Ratsfraktionen von SPD und Grünen hätten sich in der vergangenen Woche nun darauf geeinigt, für 2016 und 2017 je 5000 Euro bereitzustellen.

Die zweiten 5000 Euro soll nun die Kirchengemeinde in Nikolausberg zur Finanzierung des Familienzentrums beisteuern. „Durch Spenden und durch freiwilliges Kirchgeld soll die Deckungslücke ausgeglichen werden“, sagte Superintendent Friedrich Selter. Eine der Kirche nahestehende, private Initiative habe sich bereit erklärt, für die kommenden zwei Jahre einen Großteil der 5000 Euro zu übernehmen.

Selter betonte, dass die Kirchengemeinde bereits 2000 Euro pro Jahr an Sachmitteln zur Verfügung stelle, die aus dem Etat der Kindertagesstätte stammten. Das Projekt Familienzentrum hänge nun stark davon ab, dass sich die Stadt ebenfalls engagiert, so Selter. Er sei froh, dass sich nun eine Lösung für die Sicherung der Einrichtung abzeichne.

Bereits im Sommer hatten sich die beiden CDU-Politikerinnen Gerda Fischer und Wibke Güntzler für eine gesicherte Finanzierung des Zentrums eingesetzt. Auch die Ortsratsfraktionen von SPD und Grüne sowie der CDU hatten im September per Antrag den Fortbestand der sozialen Arbeit im Familienzentrum gefordert. Hierfür sollten die Stadt Göttingen und die Landeskirche in die Pflicht genommen werden.

Das an die evangelische Kindertagesstätte angeschlossene Familienzentrum Nikolausberg besteht seit 2009 und bietet pro Halbjahr rund 40 Veranstaltungen für Familien an. Ab 2016 benötigt es knapp 11 000 Euro jährlich, um das Angebot aufrecht halten zu können.

Bis 2014 kam das Zentrum in den Genuss einer Anschubfinanzierung vom Diakonischen Werk. Hoffnungen, dass das Land Niedersachsen oder die Landeskirche die Finanzierung dauerhaft übernehmen könnten, haben sich zunächst zerschlagen. Rücklagen sind aufgebraucht.

Diese befristete Projektfinanzierung sei es von Anfang an bei allen Familienzentren in Niedersachsen geplant gewesen, sagte Sylvia Sebbin vom Referat für Mittelvergabe bei der Diakonie.  Mit der Hoffnung, dass das Land Niedersachsen im Anschluss die Finanzierung dauerhaft übernimmt.

Diese Signale fehlten bislang und der niedersächsischen Landeskirche fehle schlicht das Geld dafür. Es gebe derzeit aber „etliche“ Familienzentren, die eine Dauerfinanzierung geschafft hätten. Bei allen seien die Kommunen als Geldgeber eingesprungen, sagte Sebbin.

Behbehani hofft indes weiterhin, dass die Kirche eine dauerhafte Finanzierung der Einrichtung zumindest in Erwägung zieht.

Von Markus Riese und Michael Brakemeier

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016