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Familienzentrum in Göttingen-Nikolausberg sorgt sich um Finanzierung

Baumhaus in Schwierigkeiten Familienzentrum in Göttingen-Nikolausberg sorgt sich um Finanzierung

Das Familienzentrum Nikolausberg schlägt Alarm: Die Finanzierung der an der evangelischen Kindertagesstätte angeschlossenen Einrichtung ist mit Beginn des kommenden Jahres nicht mehr gegeben.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Ab 2016 benötige das Familienzentrum knapp 11 000 Euro jährlich, um das Angebot aufrecht halten zu können, sagt  Natalie Ackermann, Leiterin der Kindertagesstätte und des Familienzentrum Baumhaus. Sämtliche Rücklagen aus den Vorjahren seien dann aufgebraucht. Um noch bis zum Jahresende durchzuhalten, sollen die Wochenarbeitstunden von Silvia Rümenapp, Koordinatorin Familienzentrum, ab August von derzeit sieben auf vier reduziert werden.

Angefangen hatte Rümenapp mit zehn Stunden. „Wie soll ich ab August die Arbeit von sieben Stunden in vier Stunden packen“, fragt Rümenapp. Die vier Stunden würden gerade mal reichen das neue Programm zu erstellen und Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. An Begleitung von Kursen sei gar nicht zu denken.

Bis 2014 kam das Familienzentrum in den Genuss einer Anschubfinanzierung vom Diakonischen Werk – seit 2009 zunächst für drei Jahre, dann wurde die Förderung um zwei Jahre verlängert. Diese befristete Pro jektfinanzierung sei es von Anfang an bei allen Familienzentren in Niedersachsen geplant gewesen, sagt Sylvia Sebbin vom Referat für Mittelvergabe bei der Diakonie.

Mit der Hoffnung, dass das Land Niedersachsen im Anschluss die Finanzierung dauerhaft übernimmt. Diese Signale fehlten bislang und der niedersächsischen Landeskirche fehle schlicht das Geld dafür. Es gebe derzeit aber „etliche“ Familienzentren, die eine Dauerfinanzierung geschafft hätten. Bei allen seien die Kommunen als Geldgeber eingesprungen, sagt Sebbin.

Derzeit bietet das Familienzentrum pro Halbjahr rund 40 verschiedene Kurse und Veranstaltungen an, mit bis zu 70 Teilnehmern pro Angebot. Besonders gut kämen Eltern-Kind-Aktionen an. „Das Zentrum hat sich toll entwickelt“, sagt Ortsrats- und Kreistagspolitikerin Wibke Güntzler (CDU).

Jetzt müsse nach Finanzierungsmöglichkeiten gesucht werden. Die stellvertretende Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Gerda Fischer (CDU), betont, dass Familienzentren stets der „Wunsch der Politik“ gewesen sei und verweist auf die anstehenden Beratungen zum städtischen Haushalt 2016 hin.

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