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Federvieh verspeist Holtenser Erntekrone nach 15 Jahren

Grundgerüst steht Federvieh verspeist Holtenser Erntekrone nach 15 Jahren

Bereits während der Kirmes 2014 wurde sie schmerzlich vermisst. Die rund 15 Jahre alte Holtenser Erntekrone hatte sich aufgelöst. In diesem Jahr wird eine nagelneue Erntekrone den Festsaal in der Mehrzweckhalle zieren. Gebunden hat sie am Donnerstag eine Gruppe von Frauen auf dem Hof Mecke.

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Grundgerüstz steht: Holtenser binden Erntekrone.

Quelle: Hinzmann

Holtensen. Gefräßiges Federvieh hatte großen Anteil am Dahinschwinden der alten Krone. „Die Spatzen hatte einen tollen Winter“, erzählt Mareike Mecke, während sie gebündelte Weizenähren mit Draht fest an einem der vier Seitenarme des Metallgerüstes befestigt. Und dann habe es auch noch ein Verpackungsproblem nach dem letzten Kirmeseinsatz gegeben, sagt sie schmunzelnd. „Nach 15 Jahren kann es aber auch ruhig mal eine neue Krone geben“, mischt sich Margret Weber ein, Meckes Mutter – und aus Wolfenbüttel angereist, um die Produktion der Brauchtumskrone zu unterstützen.

 
Mecke und Weber arbeiten schnell und konzentriert. Ein Ährenbüschel nach dem anderen befestigen sie an den vier Seitenstützen. Auf dem Boden der Werkstatt liegen große Haufen Weizen, Hafer und Gerste, die Klaus Zimmerningkat und Friedel Wißler nach Arbeitseinsätzen mit der Sense auf Holtenser Feldern angeliefert haben. „Roggen verwenden wir nicht, der bricht und hält nicht in der Bindung“, erklärt Weber.

 
Annelie Kelch, Heike Neumann, Bärbel Schwarzer und Karin Schultz legen sorgfältig Getreidehalme und Ähren zu Büscheln zusammen und kürzen sie vor dem Einbinden. Als Team haben sich die Frauen schon oft bewährt: Alljährlich in der Vorweihnachtszeit binden sie gemeinsam Adventsgestecke. Auch Meckes Sohn Lennart hat an diesem Nachmittag eine wichtige Aufgabe übernommen: Der Sechsjährige sorgt dafür, dass die langen Ketten, an denen das Gestell von der Decke hängt, niemandem im Weg sind.

 
Nach und nach verschwinden die Metallstreben unter dem Getreide. Fehlt noch die kreisrunde Basis, die immerhin einen Durchmesser von einem Meter aufweist. „Unten rum dauert es noch mal ein bisschen länger als die Seiten“, sagt Weber. Fünf bis sechs Stunden, schätzt sie, werde es dauern, bis kein Metall mehr zu sehen ist.

 
Und dann ist sie fertig, die neue Erntekrone. Bereit für ihren ersten großen Auftritt: Geschmückt in den Farben der Kirmes- und Junggesellenvereinigung mit roten und blauen Kreppbändern wird sie am zweiten Oktoberwochenende unter der Decke der Mehrzweckhalle zu bewundern sein.

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