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Feinstaub: Hohe Messwerte an Bürgerstraße in Göttingen

Eine Wintersache Feinstaub: Hohe Messwerte an Bürgerstraße in Göttingen

Mit Schnee und Eis kommt auch Feinstaub. Diese Beobachtung scheint sich in Göttingen dauerhaft einzustellen. Im vergangenen Jahr gab es an der Messstation in der Bürgerstraße 19 sogenannte Überschreitungstage, an denen der Feinstaubgehalt mehr als 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft (µg/m3) betrug. Sechs kritische Tage gab es alleine im Januar und neun im März.

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Im Winter steigt der Feinstaubgehalt in der Luft in Göttingen: Autoabgase sind dabei nur eine Ursache.

Quelle: dpa

Göttingen. Hinzu kommen noch drei im April und einer im Dezember.  Mit 19 Feinstaubtagen hat Göttingen wieder ein vergleichsweise sauberes Jahr hinter sich.

2013 waren es 21, davor 13 und 26. In früheren Jahren hatte Göttingen an der zentral installierten Messstation mehrfach den Grenzwert von 35 Überschreitungstagen im Jahr überschritten. Darauf musste die Stadt nach EU-Vorgaben einen Aktionsplan für sauberere Luft erstellen und umsetzen.  

Feinstaub hat viele Ursachen – von Zigarettenrauch und Baustellenbetrieb über Industrieabgase bis zum Abrieb von Autoreifen auf der Straße. Dass seit einigen Jahren „fast ausnahmslos“ in der kälteren Jahreszeit viel Feinstaub gemessen wird, beobachtet auch Andreas Hainsch vom Staatlichen Gewerbeaufsichsamt Hildesheim. Er betreut alle Messstationen des Landes.

Göttingen nicht mehr Feinstaub-Hochburg

Einen wesentlichen Grund für dieses „Phänomen“ sieht er der „austauscharmen Wetterlage“ an solchen Tagen. Die Schadstoffe in der Luft würden weniger verdünnt. Zudem seien im Winter mehr Heizungen in Betrieb – mit entsprechendem Ausstoß.

Über viele Jahre galt Göttingen als Feinstaub-Stadt in Niedersachsen mit den meisten Überschreitungstagen im Jahr. Das scheint vorbei zu sein: 2014 gab es in Oldenburg 26 solcher Tage, in Osnabrück 21 und in Hannover ebenfalls 19. Weniger gut sieht es bei Stickstoffdioxid (NO2) aus.

Laut Hainsch lag der Jahresdurchschnitt bei 41 µg/m3, etwas über dem Grenzwert von 40 µg/m3. Darauf reagieren muss die Stadt noch nicht. Nach einem Beschluss der EU-Kommission sei ihre Aktions-Frist bis Ende 2014 verlängert worden. Künftig müsse Göttingen aber auch einen Plan gegen NO2 aufstellen, wenn der Grenzwert erreicht wird.

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