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Ferienprogramm im Zoologischen Museum Göttingen

Kindergärten für Tiere gibt es nicht – oder? Ferienprogramm im Zoologischen Museum Göttingen

„Gibt es Kindergärten für Tiere? Wie Tiereltern für ihren Nachwuchs sorgen.“ Dieser Frage ist eine Gruppe von Kindern beim Herbstprogramm für Kinder der Universität Göttingen im Zoologischen Museum nachgegangen.

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Ferienprogramm mit Pinguin.

Quelle: Gilster

Göttingen. Die Antwort auf die Frage, was sie selbst im Kindergarten gemacht haben, lässt nicht lange auf sich warten: „Spielen.“ „Freunde treffen.“

„Alle haben das gleiche Alter und sind keine Geschwister. Außerdem passt eine Erzieherin auf uns auf.“ Die Kinder sind sich sicher, bei Tieren gibt es so etwas nicht. Deshalb klären die Museumsmitarbeiterinnen Gisa Heinemann und Gisela Vogel auf: „Auch bei Tieren gibt es so etwas wie eine Kinderbetreuung, dort lernen die Jungtiere hauptsächlich, wie sie später selbstständig an Futter kommen.“

Dabei gibt es verschiedene Formen der Betreuung. Erdmännchen zum Beispiel leben in Familien mit männlichen und weiblichen Tieren und Nachwuchs aller Generationen zusammen. Bei ihnen gibt es eine richtige Arbeitsteilung mit Babysittern und Pflegemüttern. In ähnlicher Konstellation „Männchen-Weibchen-Gruppen“ leben Ratten.

In rein weiblichen Familienverbänden, wie bei Delfinen oder Elefanten, gibt es ein leitendes älteres weibliches Tier, das die besten Futterstellen kennt. Nach dem Motto „Wer Hunger hat, muss Oma fragen,“ erklärt Vogel. „Das ist aber nicht nur bei Tieren so,“ entgegnen die Kinder.

Die Kinder lernen auch die Gruppe der Tiere kennen, in denen die Kinder ohne Betreuung aufwachsen. Zu diesen gehören die Pinguine. Die Kleinen müssen häufig lange Zeit alleine überleben, bis ihre Eltern von der Nahrungssuche zurückkehren.

Im Anschluss an die Theorie erkunden die Kinder das Museum und versuchen die ausgestellten Tierpräparate den verschiedenen Betreuungsgruppen zuzuordnen. Am Ende bastelt jedes Kind seinen eigenen Pinguin.

Von Kira Gilster

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