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Wochenendkolumne Fertig

Wochenendkolumne. Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt, wie sie entsteht? Also meistens, jedenfalls. Zunächst einmal zur Ur-Mutter aller GT-Wochenendkolumnen. Ilse Stein hat das Element in die Sonnabendausgaben gebracht.

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Geschäftsführer der Mediengruppe Göttinger Tageblatt: Uwe Graells

Quelle: r

Göttingen. Seit knapp zwei Jahren schreiben drei Autoren. Die Kollegen Scharf, Oppermann und meine Wenigkeit. Jeder hat seinen Stil und seine Vorlieben.

Der eine plaudert über Familienerlebnisse, der andere haut schon mal mit Zynismus und Spitzfindigkeit auf aktuelle Themen, der nächste will etwas Nachdenkliches einstreuen. Provozieren ist auch nicht schlecht. Aber vor allem wollen wir eines: Zum Wochenende ein unterhaltsames Element bieten, das sich vom Alltag der Woche unterscheidet. OK, es gelingt sicherlich nicht immer. Aber wir versuchen es.

Ab und zu kommt am Freitagabend in der Redaktion eine Frage auf: „Wer ist denn mit der Wochenendkolumne dran?“ Bei der Zahl drei dürfte es eigentlich nicht soooo schwierig sein, sich die Taktung zu merken. Sei es drum, bislang ist immer eine erschienen. Und dann haben wir ja auch seit fast einem Jahr „Wätzold’s Woche“ im Blatt. Was schreibt unser Quartalsirrer aus der Südstadt, der auf dem Bahnhofssockel steht und in die Ferne schaut, eigentlich für die Sonnabendausgabe? Nicht, dass wir noch eine Doublette produzieren.

Tja, und dann ist vor einem das weiße, leere Blatt. Und nun? Drei große Gedankenstränge für den Text. Erstens: Weltpolitisches. Scheidet diese Woche aus. Gabriel ist immer noch im Amt, Erdogan auch. Seehofer ebenfalls. Das ist nicht allzu ergiebig. Also weg damit.

Zweitens: GT-Geschichten. Gut, da wäre CDU-Ratsherr Arnold, der eine kleine Reichstagskuppel auf dem Forum Wissen haben möchte. So kann man der Stadt auch seinen Stempel aufdrücken. Taugt aber nicht für die Kolumne. Flüchtlingsunterkünfte fallen weg, das hat der Wätzold als Thema. Die ICE-Strecke ist wieder geöffnet. Jetzt fahren die Züge zwar wieder schneller nach Hannover, dafür aber auch unpünktlicher. Also auch alles wie vorher.

Drittens: eigene Erlebnisse. Da fiele mir mein Sportsfreund Andre ein. Der hat diese Woche ganz schön viel Spott aushalten müssen. Er arbeitet bei den Bovender Gemeindewerken als Rohrleitungsmeister. Blöd nur, wenn Andre in der GT-Geschichte über weiches Wasser für Bovenden nur als „Rohrmeister“ bezeichnet wird. Sie ahnen, was der gute Mann beim wöchentlichen Übungsabend an Sprüchen aushalten musste. Sorry, Andre, passiert nicht wieder.

Bleibt der Blick auf den Zeilenzähler. Und siehe da: Die Kolumne ist fertig. Ich bin wahrscheinlich erst in drei Wochen wieder dran. Deshalb gratuliere ich dem Kollegen Wätzold schon einmal zum „Einjährigen“ in 14 Tagen, dann hat er seine 52. Woche geschrieben.

Ihnen ein schönes Pfingstfest.

Auch ja, alte Zeitungsregel, Wetter geht immer… und das soll leider etwas schlechter werden. Nicht ärgern.

Ihr

Uwe Graells

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Von Redakteur Dr. Uwe Graells

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