Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Ab ins Mietshäuser-Syndikat

Fest zu einem Jahr "Besetzung" in der Oberen Masch 10 Ab ins Mietshäuser-Syndikat

Vor einem Jahr wurde das ehemalige DGB-Haus an der Oberen Masch 10 besetzt. Am Sonnabend haben die ehemaligen Besetzer, die Bewohner und viele Unterstützer mit veganen Schnittchen, alkoholfreiem Sekt und Jazz-Musik das einjährige Bestehen der „OM10“ gefeiert.

Voriger Artikel
600 Liter Erbsensuppe
Nächster Artikel
Kurden-Protest am Gänseliesel

Sektempfang im ehemals besetzten Haus.

Quelle: Heller

Göttingen. Besetzt wurde das Haus an einem Donnerstag. „Wir dachten, dann werden wir bestimmt am darauf folgenden Montag geräumt“, sagte Nina Denhard. Das einst illegale Projekt ist jetzt legal, 15 Menschen, darunter zahlreiche Flüchtlinge, wohnen dauerhaft in dem Haus. Es gibt viele Veranstaltungen und gemeinsame Unternehmungen dort. „Das war nicht immer einfach“, sagte Denard. Vieles von der Arbeit, die dort tagtäglich geleistet werde, sei nach außen gar nicht sichtbar. Denhard: „Wir können dieses Haus jetzt kaufen und für immer bezahlbaren Wohnraum dort schaffen“. 

Doch noch sei man nicht der Besitzer, sagte Almut Schilling. „Wir bereiten das jetzt vor.“ Damit das Haus auch künftig nicht in private Hände falle, wolle man in das „Mietshäuser Syndikat“ aufgenommen werden. „Für ein rechtliches Fundament“, so Schilling.

Das Mietshäuser-Syndikat ist ein bundesweiter Zusammenschluss von mehr als 100 nichtkommerziellen Haus- und Wohnprojekten. Für den Kauf und die künftige GmbH, die für die OM10 gründet werden soll, müsse man nun Privatkredite einwerben. Das Haus könne zu einem „politischen Preis“, also deutlich unter Marktwert gekauft werden. Das heiße aber nicht, dass man nur einen symbolischen Preis bezahlen müsse. „Wir hoffen weiter auf eure Unterstützung“, so Schilling zu den Gästen. Die feierten dann gemeinsam ihren Erfolg und den ersten Geburtstags des alternativen Hausprojektes.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis