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Festival auf dem Campus und Kundgebung

Solidarität zum 1. Mai Festival auf dem Campus und Kundgebung

Junge politische Positionen, tanzbare Musik und Party-Stimmung: Mehr als 400 Besucher haben am Sonnabend auf dem Uni-Campus mit vielen Flüchtlingen ein Refugees-Welcome-Festival gefeiert. Gewerkschaftliche Jugendorganisationen hatten das Fest als Protest gegen die Maikundgebungen in Göttingen organisiert.

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Quelle: Wenzel

Göttingen. Es ist ein Fest unter Freunden und für Freunde: mit Balkan Break Beat von „EGO vs. EMo“, Schurkeska von Rogue Steady und viel Applaus für die Refugee-Band „S.P. Music“ aus Hannover. Es wird diskutiert, gelacht und getanzt.

Am Stand mit veganem Gyros stehen die Hungrigen Schlange und um die Festival-Wiese herum informieren gewerkschaftliche Jugendorganisationen vom DGB, von Verdi, von der IG Metal und politische Jugendgruppen über ihre Arbeit und die Situation von Flüchtlingen. Im Vorfeld gab es bereits Workshops – unter anderem zur Kapitalismuskritik und zur „oft einseitigen“ gesellschaftlichen Sichtweise auf Flüchtlinge.

Kundgebung

Auch die bundesweiten Kundgebungen der Gewerkschaften unter Federführung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum heutigen „(Feier-)Tag der Arbeit“ stehen unter dem Motto „Zeit für mehr Solidarität“. Seit 10.30 Uhr ziehen Gewerkschafter, Politiker und andere Mitstreiter in Göttingen vom Platz der Synagoge zum Markt.

Dort beginnt um 11.30 Uhr vor dem Alten Rathaus die zentrale Kundgebung für die Region Südniedersachsen mit Dierk Hirschel aus dem Verdi-Bundesvorstand als Hauptredner. Weitere Maiveranstaltungen gibt es in Einbeck (11 Uhr, Möncheplatz), Northeim (ab 10 Uhr auf dem Münster), in Hann. Münden (11.30 Uhr vor dem Rathaus und in Osterode (ab 10.30 Uhr im Haus der Jugend.

Unter dem Motto "Zeit für mehr Solidarität“ hatte die Göttinger Gewerkschaftsjugend das Festival am Vorabend des 1. Mai organisiert – auch als Protest gegen ihre Mutter-Gewerkschaften und die traditionelle Maikundgebung zum „Tag der Arbeit“ an diesem Sonntag.

Diese würden seit Jahren nach einem festen Muster ablaufen, das junge Mitglieder kaum anspricht, erklärte Jan von Alvensleben, Jugendsekretär im Verdi-Bezirk Südostniedersachsen. Mehrfach habe die Gewerkschaftsjugend unter anderem darum gebeten, für den Demo-Zug eine attraktivere Route zu wählen und während der traditionellen Kundgebung auf dem Göttinger Markt jungen Redner den Vortritt zu lassen.

Sie blieben ungehört. Folge: „In diesem Jahr fahren wir am Sonntag alle zur Kundgebung nach Braunschweig, dort geht man ganz anders mit der Gewerkschaftsjugend um“, so von Alvensleben.

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Maikundgebung
Vergleichsweise wenig Besucher auf dem Markt in Göttingen.

„Mehr Zeit für Solidarität“ besonders für Flüchtlinge haben Gewerkschafter auch in Göttingen am Sonntag zum „Tag der Arbeit“ gefordert. Und: „Die beste Garantie für eine solidarische Gesellschaft ist unsere eigene Stärke“, beschwor Dierk Hirschel vom Verdi-Bundesvorstand die etwa 350 Besucher der Maikundgebung am Markt.

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