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Feuer in Göttinger Wohnhaus und Northeimer Altenheim gelegt

Frührentnerin bestreitet Taten Feuer in Göttinger Wohnhaus und Northeimer Altenheim gelegt

Weil sie mindestens zwei Feuer in bewohnten Gebäuden gelegt haben soll, steht seit Donnerstag eine 25 Jahre alte Frührentnerin vor dem Landgericht. Die gelernte Diätassistentin, die zuletzt in einer Altenpflegeeinrichtung arbeitete und auch dort versucht haben soll, einen Brand zu legen, bestreitet die Taten.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Northeim/Göttingen. Das eine Feuer am 14. August 2013 soll sie vor der Wohnungstür einer Nachbarin gelegt haben. Damit hätte sie sich selbst gefährdet, denn sie wohnt in der Wohnung darüber. Nach dem zweiten Brand am 6. Februar dieses Jahres, den sie in einem Plastikeimer mit Kleinholz und Papier in den Räumen eines Alten-Pflegeheimes in Northeim gelegt haben soll, ist die Frau festgenommen und vorübergehend in die Psychiatrie eingewiesen worden. Der Rauch hatte damals eine Alarmanlage ausgelöst, und zwei Mitarbeiter hatten die Flammen rechtzeitig löschen können.

Sogar ein dritter Brand kommt im Gericht zur Sprache, der aber nicht mit angeklagt ist: Schon einmal, im Dezember 2012, hatte es in dem Haus in der Leuschnerstraße in Northeim gebrannt. Damals stand ein Kinderwagen im Keller in Flammen. Es war nicht auszuschließen, dass das Feuer durch das Kellerfenster durch eine weggeworfene Kippe entstanden war.

Zum Prozessauftakt hat die Angeklagte die Vorwürfe bestritten. „Sie hat keinen Brand gelegt“, teilt ihr Verteidiger Olaf Wiesemann mit. Das Opfer des letzten Brandes aber, hält die junge Frau für die Brandstifterin. Die 59-Jährige glaubt, die Mitbewohnerin könnte das Feuer gelegt haben, weil sie ihr das Glück nicht gönne, ein Enkelkind zu haben. Die Nachbarin, also die Angeklagte, habe ihr nämlich einmal erzählt, sie selbst habe auch eine kleine Tochter. Die habe ihr das Jugendamt aber weggenommen. Sie lebe bei der Mutter des Freundes. Die Zeugin will die Angeklagte deshalb noch versucht haben zu trösten. Was sie nicht wusste: Die 25-Jährige hat gar kein Kind.

Später brannte es vor ihrer Tür der Zeugin. Ihr Glück sei gewesen, dass sie an diesem Tag sehr früh ins Bett gegangen sei. Deshalb sei ihr Schlaf leicht gewesen, als sie nachts vom Rauch erwachte. Sie habe Licht unter dem Türspalt bemerkt und es seien ihr Flammen entgegen geschlagen, als sie ihre Haustür öffnete. Das Feuer habe schon auf die Tür übergegriffen. Mit einem Eimer Blumenwasser vom Balkon habe sie die Flammen löschen können.

Mit ihrem Mann habe sie noch überlegt, ob die Polizei zu rufen ist. Man habe aber beschlossen: „Wir brauchen die jetzt nicht zu stören, das machen wir morgen.“ Da seien aber schon zwei Polizisten gekommen und hätten gefragt, ob es gebrannt hat. Eine Frau hattee nämlich bei der Polizei gemeldet, es brenne „schon wieder“. In einer polizeilichen Vernehmung hatte die Angeklagte später zugegeben, dass sie die Anruferin war. Der Prozess wird fortgesetzt.

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