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Feuer in Kompostwerk

Ursache ungeklärt Feuer in Kompostwerk

Sechs Monate nach einem Großbrand in der Göttinger Kompostanlage ist die Ursache des Feuers noch immer nicht geklärt. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln weiter. Zunächst haben die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) die Verarbeitung von 8500 Tonnen Bioabfall europaweit ausgeschrieben - für bis zu zwei Jahre.

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Noch ist keine endgültige Lösung für das abgebrannte Kompostwerk gefunden.

Quelle: Heller (Archiv)

Göttingen. Unterdessen ist offen, wie das Kompostwerk am Bioenergiezentrum der Stadt am Königsbühl wieder neu aufgebaut wird. "Wir lassen zurzeit alle möglichen technischen Verfahren und Strukturen für eine neue Anlage prüfen und bezüglich Wirtschaftlichkeit berechnen", erklärte am Dienstag die Technische Betriebsleiterin Maren Reimann. Es gebe Überlegungen, die "inzwischen doch schon ältere" Anlage besser und moderner wieder aufzubauen - auch unter aktuellen energetischen Möglichkeiten. Eine Versicherung decke zwar den Brandschaden in voller Höhe, allerdings nur bis zu dem Wert der Altanlage. 

Zur Zeit nur eine Übergangslösung

Vor diesem Hintergrund sei offen, wann eine neue Anlage in Betrieb genommen werden kann. Zurzeit werde der Göttinger Bioabfall in zwei Fremdwerke gefahren - eine Übergangslösung. Die Kompostierung sei europaweit ausgeschrieben worden, ergänzte der Kaufmännische Leiter der GEB, Dirk Brandenburg. Die Leistung beziehe sich auf zunächst ein Jahr mit der Option, zweimal um ein halbes Jahr zu verlängern, wenn bis dahin noch kein neues eigenes Kompostwerk in Betrieb genommen wird. Er gehe davon aus, dass der Göttinger Bioabfall am Königsbühl auf große Fahrzeuge umgeladen wird, die ihn dann zur Anlage des Ausschreibungssiegers fahren. 

Ende August 2016 hatte ein Feuer die Annahme- und Sortierhalle des Kompostwerkes und damit auch die zentrale Steuerung der gesamten Anlage zerstört, so Reimann. Sie sei das Herzstück gewesen. Nach früheren Angaben von Polizei und Stadt entstand ein Schaden in Millionenhöhe.

Ein technischer Defekt werde inzwischen als Brandursache ausgeschlossen, ergänzte Reimann. Selbstentzündung und Brandstiftung würden weiter als mögliche Ursachen geprüft.

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