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Feuerwehr führt „Rotkäppchen“ auf

Heimatabend in Güntersen Feuerwehr führt „Rotkäppchen“ auf

Heimatabend in Güntersen. Eine Frau steigt auf einen Stuhl. In der Hand hat sie ein Seil, dessen Ende der Mann hält, der neben ihr auf der Bühne steht. „Was ist das?“, fragt Elias Körbel von der Jugendraum-Gruppe, die einen Sketsch aufführt. Er hat sich als Maler Pierre vorgestellt.

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Am Ende tanzen alle Arm in Arm: das Rotkäppchen, der böse Wolf und der Jäger.

Quelle: CR

Er malt mit Menschen. Im Publikum herrscht Ratlosigkeit. Der junge Künstler: „Das ist ein Ehemann der seinen Drachen steigen lässt.“ Die 200 Menschen im Saal der Gaststätte Kesten kriegen sich kaum ein vor Lachen.

Spätestens jetzt versteht auch der Ortsfremde, warum bereits eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung kaum noch ein Platz frei war. Die örtlichen Vereine haben ein abendfüllendes Programm auf die Beine gestellt. Die Minis und die Teenies der Street-Dance-Gruppe Bubblegums tanzen. Stolze Eltern filmen mit. Die Feuerwehr erzählt das Märchen von Rotkäppchen und dem Wolf einmal etwas anders. Dazu nur soviel: Das Mädchen hat in seinem Körbchen nicht Wein und Kuchen, sondern Sprengstoff und Haschisch. Höhepunkt des Abends ist der Auftritt der neugegründeten Theatergruppe. Sie führt den Schwank „Silvesterknaller“ auf. So etwas hat es in Güntersen das letzte Mal Anfang der 1950er Jahre gegeben, erinnert sich Ortsbürgermeister Günter Schwer (CDU).

Für Stoff zum Nachdenken sorgt Pfarrer Thomas Ackermann, als er zu Beginn des Abends eine kurze Andacht hält. Der Verein zur Förderung der Partnerschaft mit Frauen aus dem Volk der Maya im zentralamerikanischen Guatemala präsentiert sich zu seinem zehnjährigen Bestehen mit einem Film. Ortsheimatpflegerin Ortrud Scholle-Spalke ehrt Familie Sarkowski dafür, dass sie ihren ortsbildprägenden Baum im Garten pflegt.

Die Kyffhäuser beglückwünschen die neuen Volkskönige: Michaela Ehrenberg und Manuel Pfahlert. Der Wermutstropfen: Es machten gerade mal 16 Personen mit, so Schießwart Kurt-Ludwig Füllgrabe.

Von Michael Caspar

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