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Feuerwehren müssen immer häufiger löschen

Viele Zimmer- und Containerbrände im Jahr 2015 Feuerwehren müssen immer häufiger löschen

Die Feuerwehren und Rettungsdienste in Göttingen müssen immer häufiger ausrücken. 17172 Einsätze listet Berufsfeuerwehrchef Martin Schäfer in seiner vorläufigen Statistik für 2015 auf – 482 mehr als im Vorjahr. „Ganz erheblich“ zugenommen haben Brände, besonders Zimmer- und Containerbrände.

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Im vergangenen Jahr musste die Feuerwehr deutlich häufiger wegen böswillig ausgelösten Alarmen anrücken.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Warum gerade sogenannte Kleinbrände erheblich zugenommen haben, ist auch für Schäfer rätselhaft. Ihre Zahl ist von 109 im Jahr 2014 auf 201 im vergangenen Jahr gestiegen (plus 84,4 Prozent). In der Kategorie Mittelbrände listet die Statistik zwölf Einsätze auf, statt acht im Jahr davor.

Zu den Einsätzen in diesen Kategorien gehören auch brennende Container und Mülleimer. Sie gab es im vergangenen Jahr in Göttingen 174-mal, 67 Fälle beziehungsweise 62,6 Prozent mehr als 2014. Deutlich angestiegen ist auch die Zahl der Zimmerbrände: von 67 auf 93 (plus 38,8 Prozent).

Sie hätten in den meisten Fällen schnell und ohne große Schäden gelöscht werden können, sagt Schäfer. Das wiederum habe gezeigt, wie wichtig Rauchmelder seien, die in vielen Fällen den Einsatz der Feuerwehr ausgelöst hätten.

Alle Einsätze der Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehren in Verbindung mit einem Feuer summierten sich 2015 auf 816, 109 (15,4 Prozent) mehr als 2014. Darunter fallen auch 23 Brände auf Freiflächen.

Bemerkenswert ist laut Schäfer zudem eine eklatante Zunahme um fast 84 Prozent bei böswilligen Alarmen durch Bürger, hinter denen kein defekter Rauchmelder oder ein Versehen steckte, sondern „reiner Unfug“. Das kam im vergangenen Jahr 68 Mal vor, 2014 gab es nur 37 solcher Fälle.

Auch technische Hilfeleistungen registriert die Göttinger Feuerwehr in ihrer Jahresstatistik: 2098 Fälle, nur wenig mehr als 2014. Ähnlich sieht es bei den Rettungsdiensten mit 10678 Einsätzen aus. 

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