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Fieberhafte Suche nach dem Leineberg-Mörder

Opfer ist ein 34-jähriger Kleinkrimineller Fieberhafte Suche nach dem Leineberg-Mörder

Noch keine heiße Spur hat die Göttinger Polizei nach dem Leichenfund neben einem Fußweg auf dem Leineberg am Mittwochmorgen. Gestern gaben die Ermittler einige weitere Einzelheiten bekannt.

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Heike E. überfällt im Nachhinein ein Schaudern: Sie hat die Leiche gesehen – aber nichts geahnt.

Quelle: Hinzmann

Der Mann war vorgestern morgen um 6.45 Uhr von einem 63-jährigen Mann, der seinen Hund ausführte, einige Meter abseits des Fuldawegs in unmittelbarer Nähe von mehreren Wohnblocks gefunden worden (Tageblatt berichtete). Bei dem Opfer, so die Polizei gestern, handele es sich um einen 34-jährigen Mann, der nicht in der Nähe des Leichenfundorts gewohnt habe. Er war ledig, arbeitslos und bei der Polizei durch kleinere Straftaten bekannt. Die Leiche hatte deutliche Verletzungen aufgewiesen.

Nach wie vor unklar sind die genaueren Umstände und das Motiv für die Gewalttat, erklärte Polizei-Sprecherin Jasmin Kaatz gestern. Mittlerweile hat die Polizei eine 30-
köpfige Mordkommission zur Untersuchung des Falls eingerichtet. Die Ermittler der „Moko Baum“ befragten die Bewohner der umliegenden Mietshäuser nach Auffälligkeiten und verdächtigen Beobachtungen. Auch gestern gingen die Befragungen in der näheren Nachbarschaft weiter.

Noch am Mittwoch war der Leichenfundort und seine direkte Umgebung intensiv untersucht worden. Dabei seien viele Spuren gefunden worden, die jetzt noch genauer untersucht werden müssten. Die Polizei hofft weiterhin auf Ermittlungshilfe aus der Bevölkerung: Sachdienliche Hinweise werden unter der Telefonnummer 05 51 / 491 10 13 entgegengenommen.
Unterdessen breiten sich auf dem Leineberg Unsicherheit und Angst aus. Um 6.40 Uhr, nur fünf Minuten vor der Entdeckung der Leiche durch einen Spaziergänger war Heike E. auf dem Weg zur Arbeit mit ihrem Fahrrad an der Stelle vorbeigefahren: „Da war es noch total dunkel. Ich habe zwar ein helles Bündel gesehen, aber nur gedacht, dass da wieder mal jemand was weggeworfen hat.“ Heike E. wünscht sich jetzt sehr, dass die Stadt für eine bessere Beleuchtung des Weges unterhalb der Schnellbahntrasse sorgt.

Die Tatsache, dass der Mörder noch frei herumläuft, lässt Heike E. schaudern: „Ich hoffe, der Fall wird sehr schnell aufgeklärt. Das ist ganz wichtig für die Leute hier. Bei Dunkelheit fahre ich hier nicht mehr lang – garantiert nicht.“

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Nach Leichenfund

Nach dem Fund einer Leiche auf dem Göttinger Leineberg hat die Polizeiinspektion Göttingen für die weiteren Ermittlungen eine 30-köpfige Mordkommission (Moko) eingerichtet.

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