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Film zum 90-jährigen Bestehen der Awo Göttingen

Zeitzeugeninterviews Film zum 90-jährigen Bestehen der Awo Göttingen

Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Göttingen feiert in diesem Jahr ihr 90-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde auch ein Film mit Zeitzeugeninterviews gedreht. Am Sonnabend wurde er erstmals öffentlich gezeigt.

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Alexander Hühne und Annegret Freiburg haben die Film gedreht.

Quelle: EF

Göttingen. „Wir haben die ältesten Awo-Mitglieder gefragt, wie sie zur Awo gekommen sind, auf welche Weise sie sich engagiert haben und was sie gut finden an der Awo“, erklärt Annegret Freiburg (82), die den Film mit Alexander Hühne gedreht hat. Das Projekt wurde von Erwin Ratzke angestoßen. Als der unerwartet gestorben sei, habe sie es fortgeführt, sagt die 82-Jährige Freiburg. Anhand von Mitgliederlisten wurden die Interviewpartner ausgesucht. Letztlich erklärten sich 16 bereit, mitzumachen.

 

Der Film sei „nicht ganz einfach umzusetzen gewesen“, sagt Hühne. „Er besteht ja hauptsächlich aus einer Reihung sprechender Köpfe. Da ist es schon schwierig, die Wechsel interesannt zu gestalten.“ Der 70-Jährige kümmerte sich in erster Linie um die technischen Details und den Schnitt. „Wir hatten rund 400 Stunden Interviewmaterial und haben daraus einen 60-minütigen Film gemacht“, erklärt er.

 

Daher hätten sie besondere Schwerpunkte gesetzt und Kapitel erzeugt, um einen dramaturgischen Ablauf zu garantieren. Auf diese Weise wurde der Bogen gespannt vom Kriegsende bis heute. Themen unter anderem: die Situation der Awo in Weende, als der Ort noch nicht eingemeindet war; herausragende Persönlichkeiten wie Gisela Bormann, die unter anderem das Awo-Häuschen am Lönsweg ins Leben rief; der Unterschied zwischen Ehrenamt und Hauptamt; Leitsätze der Awo.

 

Eine der Interviewten ist Renate Maier. „Ich habe mich freiwillig gemeldet, weil ich noch sehr viel weiß aus der Zeit, als meine Mutter Awo-Mitglied war“, erzählt die 76-Jährige. „Ich habe als Kind sehr viel mitbekommen, und es ist mir ein Anliegen, das weiterzugeben.“ Sie sei sehr gespannt auf den Film.

 

Er sei schon „ein bisschen aufgeregt“, sagt Hühne kurz vor der Premiere. „Ich nicht, ich bin ja schon älter“, ergänzt Freiburg lachend. Und dann heißt es: Film ab.

 

Den Film gibt es bei der Awo in Göttingen, Hospitalstraße 10, zu kaufen. Außerdem anlässlich des 90-jährigen Bestehens im Programm: das Buch „Gründung und Neugründung der Arbeiterwohlfahrt Göttingen von 1920 bis 1948“ von Paul Forssbohm. afu

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