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Filmdreh auf dem Mount Everest

Höchster Gipfel der Welt Filmdreh auf dem Mount Everest

Hannes Künkel, Inhaber der Kreativagentur Third Pole und sein Freund und Kollege Nils Peuse brechen am Ostermontag nach Tibet auf. Dort wollen sich beide einen seit dem Studium gehegten Traum erfüllen: die Besteigung des im Himalaya gelegenen Mount Everest, des höchsten Berges der Welt.

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Wollen den höchsten Berg der Welt besteigen und dabei filmen: Nils Peuse (l.) und Hannes Künkel.

Quelle: Hinzmann

Göttingen.  Die beiden Göttinger werden drei Profi-Bergsteiger auf den 8848 Meter hohen Gipfel begleiten – ausgestattet mit modernster Kameratechnik und einem Auftrag des Bayerischen Rundfunks (BR), die Expedition zu dokumentieren.  

Sechs riesige Reisetaschen verstellen im Vorraum den Weg in die Third Pole-Büros an der Hospitalstraße. Auf einem Tisch liegen Plastiktüten mit Feuerzeugen, Werkzeugen, haltbaren Lebensmitteln und weiterem kleinteiligen Reisezubehör. Der Daunenoverall eines Produzenten recyclebarer Funktionstextilien liegt ausgebreitet auf einem Stuhl. „Papa, der Mann ist noch da“, habe seine dreijährige Tochter am Morgen angesichts des voluminösen Outdooranzugs ausgerufen, erzählt Künkel. Die teils schon vollgepackten Reisetaschen sind der kleine Rest von etwa 800 Kilogramm Ausrüstung. „Der Rest ist schon vor Ort“, berichtet Peuse.

Zwei Wirtschaftspartner unterstützen die Göttinger: Außer dem Textilunternehmen stellt ein Hersteller von Unterhaltungs- und Haushaltselektronik sogenannte 4K-Kameras zur Verfügung, die laut Peuse die Ausflösung von High Definition (HD) weit übertreffen und „Filmaufnahmen auf Kino-Niveau“ produzieren. Übertragen wird das Material via Satellit. Der 32-Jährige ist der Filmexperte der Everest-Expedition, „aber wir werden uns auch gegenseitig filmen“. Denn nicht nur der BR-Beitrag soll entstehen, sondern auch ein Kurzdokumentarfilm, der sich mit den Dreharbeiten während des Aufstiegs auseinandersetzt. Und mit dem ökologischen Anspruch, den die Göttinger an ihre Expedition stellen: „Wir wollen nicht nur unseren, sondern auch den Müll anderer Bergbesucher wieder einsammeln.“

Binnen einer Woche auf 5000 Meter

Sowohl der 34 Jahre alte Künkel als auch Peuse sammelten Erfahrungen auf einer Reihe von Expeditionen, die unter anderem auch in die Himalaya-Region und zum Mount Everest führten. Dort lernten sie sich auch zu Beginn ihres Studiums kennen. Im Göttinger Alltag halten sie sich bestmöglich in Form, „aber die Trainingsmöglichkeiten an der Mackenröder Spitze sind begrenzt“, sagt Künkel. Was sie auf ihrer fast neunwöchigen Klettertour erwartet, ist den Männern bewusst: Der Aufstieg mit den Profis und einem Sherpa – einem einheimischen Hochgebirgsführer – sei über die „technisch nicht sonderlich schwierige Nordroute“ geplant, meint Künkel. Dennoch gehe es binnen einer Woche auf 5000 Meter, „der Körper muss sich an die Höhe gewöhnen“. Aus diesem Grund gebe es beim Aufstieg immer wieder längere Pausen in Zwischenlagern.

Das Gepäck wird auf das Nötigste beschränkt, „da ist nichts mit Komfort, vielleicht muss man sogar ein wenig masochistisch veranlagt sein, um so etwas mitzumachen“, sinniert Künkel. Einziger Luxusgegenstand von Peuse ist ein kleines Daunenkissen, Künkel hat wegen der Wartezeiten reichlich Lesestoff auf seinem E-Book und auch Musik dabei. In der sechsten oder siebten Woche soll es je nach Wetterauskunft und körperlicher Befindlichkeit auf den Gipfel gehen. Risiken wollen sie nicht eingehen, versprechen die Dokumentarfilmer: „Wir möchten lebendig zurückkommen und tolle Bilder machen.“ Über einen Blog im Internet werden sie ihre Mitmenschen an der Reise und an den Bildern teilhaben lassen.

► Mehr unter everest4k.com

Hannes Künkel, Inhaber der Kreativagentur Third Pole und sein Freund und Kollege Nils Peuse brechen am Ostermontag nach Tibet auf. Dort wollen sich beide einen seit dem Studium gehegten Traum erfüllen: die Besteigung des im Himalaya gelegenen Mount Everest, des höchsten Berges der Welt.

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