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Firmenumzug vor Insolvenz scheitert

Junkernschänke Firmenumzug vor Insolvenz scheitert

In dem Verfahren gegen die insolvente Betreibergesellschaft der Junkernschänke werden immer mehr Details bekannt, obwohl sich die Beteiligten nach wie vor nicht äußern wollen. So hat Geschäftsführer Daniel Bardosi bereits im Juli dieses Jahres beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg einen Antrag auf Verlegung des Firmensitzes in die Hauptstadt gestellt.

Der Antrag wurde inzwischen im Hinblick auf das laufende Insolvenzverfahren beim Amtsgericht Göttingen zurückgewiesen. Die Berliner Richter hätten die Rückweisung sinngemäß damit begründet, dass die Verlegung des Gesellschaftssitzes offenbar darauf gerichtet gewesen sei, dem Insolvenzgericht Göttingen zu entgehen, so Insolvenzverwalter Jens Köke. Gerüchte, dass man in Berlin bei der Flut von Insolvenzen nicht so genau hinschaue, wollte Köke nicht bestätigen. Darüber hinaus, so Köke, habe Bardosi selbst beim Amtsgericht Berlin Insolvenz angemeldet: Am 27. August sei dort ein Eigenantrag gestellt worden. Nur eine Woche später wurde am – hierfür zuständigen – Amtsgericht Göttingen von anderer Seite ein Antrag gestellt, eingereicht von einem Sozialversicherungsträger. Auch das Finanzamt Göttingen hat unterdessen Insolvenzantrag gestellt.

Die Rückweisung des Antrags vom Amtsgericht Berlin Charlottenburg hat auch der Göttinger Gerichtssprecher Stefan Scherrer bestätigt: „Die Entscheidung ist allerdings noch nicht rechtskräftig.“ Die zügige Eröffnung des Insolvenzverfahrens hier in Göttingen sei auch ein Beitrag zur Klärung der Zuständigkeitsfrage, erläutert Scherrer. „Im Interesse des Gläubigerschutzes wurde das Verfahren jetzt eröffnet“, so Scherrer. „Die Zahlungsunfähigkeit war offensichtlich“, doch sei noch genügend Insolvenzmasse zur Verfahrenseröffnung vorhanden.

Verwalter Köke betonte, dass das historische Gebäude Junkernschänke nicht dazu gehöre und nicht Gegenstand des Verfahrens sei. Das Gebäude befindet sich seit Juni im Eigentum der J.S. Immobilienverwaltungsgesellschaft, deren Gesellschafter Jürgen Schenk, Attila und Daniel Bardosi sind.

luk

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