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Flecken Bovenden hat Prozess für mehr Jugendbeteiligung eingeleitet

Erstes Treffen mit „Türaufschließern“ Flecken Bovenden hat Prozess für mehr Jugendbeteiligung eingeleitet

„Leben im Miteinander der Generationen“ ist das Leitbild 2030 des Fleckens Bovenden überschrieben. Kinder und Jugendliche sollen in Planungsprozesse eingebunden werden. Moderiert und begleitet von Sozialwissenschaftler Peter-Ulrich Wendt und Bovendens Kämmerer Lutz Kiefer sind erste Projekte für eine Jugendbeteiligung im Entstehen.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Bovenden. Nach Kinder- und Jugendforen, bei denen im Lauf der Jahre die Beteiligung gegen Null sank, war es aus Sicht von Bovendens Bürgermeister Thomas Brandes Zeit für etwas Neues. Sein Vertreter Kiefer stellte den Kontakt zu Wendt her, Professor für Sozialarbeit an der Hochschule Magdeburg mit Wohnsitz in Northeim. Der Wissenschaftler wurde engagiert, um gemeinsam mit örtlichen Akteuren Strategien für die Beteiligung junger Bovender zu entwickeln.

Große Versammlungen seien für Jugendliche nicht das Richtige, „Jugendliche engagieren sich zumeist projektorientiert und kurzfristig“, weiß Wendt. Das Engagement müsse schnell gehen und sei nach Erreichen des Ziels beendet. Kiefer und Wendt organisierten eine Auftaktveranstaltung mit dem Kinder- und Jugendbüro der Gemeinde, zu der Jugendbeauftragte von Vereinen und Vertreter der Bovender Schulen eingeladen wurden. „Die sollen uns die Türen aufschließen“, scherzt Wendt, der das Projekt Jugendbeteiligung in Bovenden auch wissenschaftlich auswerten will.

Das erste Treffen diente nicht nur dem Aufbau eines Netzwerkes und Klärung der Frage, wie die Teilhabe junger Menschen aussehen könnte. Gemeinsam entwickelten die Teilnehmer Projektideen. „Drei davon wollen wir zunächst umsetzen“, meint Wendt. So etwa eine Befragung von Jugendlichen hinsichtlich ihrer Wünsche. Dafür sollen im Gemeindegebiet Plakate aufgehängt werden, die an Ort und Stelle beschrieben werden können. „Wir wollen aber auch das Internet nutzen“, berichtet Kiefer.

Die IGS Bovenden, der Fanfarenzug Harste und die Arbeiterwohlfahrt planen als Kooperationspartner ein musikalisches Wochenende für Jugendliche. Und auch eine Jugendmesse soll vorbereitet werden, „wir denken an eine Art von Picknick, auf dem sich Vereine, Verbände und andere Einrichtungen der Jugendarbeit vorstellen können“. All das soll im nächsten Jahr umgesetzt werden. Die Projektgruppen treffen sich regelmäßig. Das Ziel, Jugendliche in Entscheidungen einzubinden, soll in einem längeren Prozess erreicht werden. Mit einem erhofften Nebeneffekt, sagt Kiefer: „Wir wollen jüngere Menschen für das Gemeinwesen interessieren.“

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