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Fliegenplage im Natermannturm in Hann. Münden

Museum der Arbeit geschlossen Fliegenplage im Natermannturm in Hann. Münden

Je höher es in den Turm geht, desto dichter wird der Fliegenschwarm. Da helfen auch keine abwehrende Handbewegungen. Millionen von Halmfliegen bevölkern den Natermannturm in Münden, der aus diesem Grund für Besucher geschlossen ist.

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Millionen von Halmfliegen bevölkern den Natermannturm in Münden, der aus diesem Grund für Besucher geschlossen ist.

Quelle: Westphal

Hann Münden. Zum Überwintern haben sich die meisten der hellbraun-gelb-grünlichen Insekten in den Ritzen des Turmgemäuers verkrochen.

Unzählige tote Halmfliegen bedecken Treppenstufen und Boden, an den Scheiben der Glaskuppel auf der Aussichtsplattform klebt Fliegenkot. Karin Gille-Linne ist Vorsitzende des Arbeitergeschichtsvereins, der im Natermannturm das Museum der Arbeit betreibt und Besichtigungen anbietet – und bis vor kurzem auch noch angeboten hat.

„Man stand hier in einem Schwarm von Millionen von Fliegen“, erzählt Gille-Linne. Das sei den Besuchern nicht mehr zuzumuten gewesen, weswegen es vorübergehend geschlossen wurde.

Eigentlich ist der Natermannturm bis Ende Oktober geöffnet, dieser Monat ist für den Verein wegen der vielen Besucher der ertragreichste. Außerdem sind Führungen für den Advent geplant, die nun unter Umständen abgesagt werden müssen. Damit es nicht so weit kommt, müsste etwas von der Stadt Hann. Münden, die Eigentümerin des Turmes ist, gegen die Fliegenplage unternommen werden.

„Wir haben uns bereits bei einer Fachfirma zur Schädlingsbekämpfung erkundigt“, erklärt Reiner Cohrs vom Fachdienst Liegenschaften und Sanierung der Stadt Hann. Münden. Ergebnis: Mit Gas könnten die Fliegen getötet werden. Das scheiterte allerdings bislang an den Finanzen: Die Stadt hat für dieses Jahr noch keinen genehmigten Haushalt.

Dadurch könne sie nur handeln, wenn von den Fliegen eine wirkliche Gefahr ausgehen würde. „Die Kosten würden sich im höheren drei- bis vierstelligen Bereich bewegen“, sagt Cohrs.

Der Arbeitergeschichtsverein hofft weiter auf eine schnelle und effektive Lösung, da sich die Fliegen stark vermehren. Gille-Linne geht davon aus, dass die Halmfliegen, wenn nichts unternommen wird, im nächsten Herbst in noch größerer Zahl zurückkehren werden. Sie haben den Turm bereits in den Vorjahren als kühles und frostsicheres Winterquartier auserkoren – doch so viele wie in diesem Jahr waren es noch nie.

Von Katrin Westphal

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