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Flüchtling bei Parensen im Bus-Klo erwischt

Großkontrolle auf der A7 Flüchtling bei Parensen im Bus-Klo erwischt

Es muss Panik gewesen sein: Bei einer Großkontrolle des Fernverkehrs auf der Autobahn 7 hat sich ein Fahrgast eines Fernbusses in die Bus-Toilette eingeschlossen. Das machte misstrauisch. Die Polizei überführte den Schwarzen als Flüchtling ohne Papiere. Zahlreiche weitere Verstöße wurden bei der ersten Großaktion nach der A7-Verkehrssicherheits-Konferenz geahndet.

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Quelle: Hinzmann

Parensen. "Auf A2 und A44", mutmaßt Göttingens Polizeipräsident Uwe Lührig, "wird wohl heute etwas mehr los sein." Zumindest unter Fernfahrern mit schlechtem Gewissen dürfte sich die Großkontrolle in Südniedersachsen schnell herumgesprochen haben. Soll sie auch. Polizei, Landkreis Göttingen, der Zoll, die Gewerbeaufsicht und das Bundesamt für Güterverkehr wollen deutlich machen, dass mit massiven Kontrollen die Verkehrssicherheit auf der A7 erhöht werden muss. Die riesige Aktion, an der 100 Beamte, darunter 80 Polizisten, teilnahmen, ist das erste sichtbare Ergebnis der jüngsten Konferenz. Weitere werden folgen, verspricht Landrat Bernhard Reuter (SPD) - auch weitere Polizeikontrollen, ergänzt Lührig. Noch in diesem Jahr werde es im Dreieck Drammetal die geplante stationäre Tempomessanlage geben, so Reuter. Verstärkte Leitplanken an verschiedenen Stellen und nach eingehender Prüfung wohl auch bald ein Tempolimit auf 120 Stundenkilometer werden folgen.

Dass die A7-Konferenz schon jetzt ein Erfolg ist, zeige auch, dass eine gleiche Aktion nun in Nordhessen folge, sagt Reuter.

 

Foto: Hinzmann

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Unterdessen gleicht der Autobahnrastplatz Leineholz bei Parensen einem Heerlager: viele Polizei-, Zoll- und BAG-Fahrzeuge, ein Zelt für die Verpflegung, viel Personal für die Kontrollen. Verdächtige Fahrzeuge werden frühzeitig abgefangen und von Krad-Fahrern auf die Kontrollstelle geleitet. Etwa der Kleinbus aus Litauen. Die Personalien aller vier Insassen werden überprüft - alles ist in Ordnung. Man darf schnell weiterfahren. Nicht so der polnische Lastwagenfahrer mit seinem rusischen Lkw. Ein Reifen ist spiegelglatt abgefahren. So darf er nicht weiter.

 

 

Die Beamten kontrollieren alles: Vom Gepäck, an dem der Rauschgiftspürhund schnüffelt, über die Lenk- und Ruhezeiten und die Ladungssicherheit bis hin zur Schließkraft der Türen der Reisebusse. Gestern, erzählt Polizist Bernd Niemann, sei sein Messgerät von einer defekten Bustür fast zerdrückt worden. Ein Kinderarm wäre ab gewesen. Maximal 25 Kilo Druck darf die Bustür auf einen eingeklemmten Fahrgast ausüben, dann muss sie sich automatisch wieder öffnen. Bei den beiden Flix-Bussen, die Niemann kontrolliert, ist alles in Ordnung. Nur der junge Schwarzafrikaner vom Klo kann sich nicht ausweisen und muss aussteigen. Er wollte offenbar via Hamburg nach Schweden. Jetzt muss er in Friedland, wo ihn die Polizei hinbrachte, seinen Asylantrag stellen.

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