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Flüchtlinge: Klinkert-Kittel bittet Nörtener um Mithilfe

Integration der Jüngsten Flüchtlinge: Klinkert-Kittel bittet Nörtener um Mithilfe

Die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland wächst. Mehr als bisher werden 2015 erwartet. Die Frage, mit wie vielen Flüchtlingen die Gemeinde Nörten-Hardenberg zu rechnen habe, hat der Gemeinderats in Nörten-Hardenberg während seiner jüngsten Sitzung erörtert. Eine Zahl konnte Gemeindebürgermeisterin Astrid Klinkert-Kittel (parteilos) nicht nennen.

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Klinkert-Kittel.

Quelle: EF

Northeim/Göttingen. 2013 seien dem Flecken zehn Personen angekündigt worden, tatsächlich sei kein einziger gekommen. Um Wohnraumbeschaffung und -verteilung kümmere sich der Landkreis Northeim, erklärte sie in der Ratssitzung. Die Gemeinde verfüge über drei freie Wohnungen, die sie zur Verfügung stellen könne. Auch Privatleute könnten freien Wohnraum gern beim Landkreis melden: Klinkert-Kittel bat die Nörtener Bürger um Unterstützung bei der Unterbringung. Die Verteilung der Flüchtlinge sei wichtig.

Wenig sinnvoll sei es aus ihrer Sicht, sie gleichmäßig auf alle Dörfer zu verteilen, genauso wenig hilfreich sei es, alle an einem Platz anzusiedeln. Beim nächsten Treffen des Lokalen Bündnisses für Familien im Februar soll das Thema behandelt werden. Klinkert-Kittel glaubt, dass Integration über die Betreuung der Jüngsten in den Kindertagesstätten gefördert werde. Im Landkreis Northeim halten sich laut Pressesprecher Dirk Niemeyer 320 Asylerstantragsteller auf.

Weitere 669 Personen würden nach dem Asylbewerberleistungsgesetz unterstützt. Die asylsuchenden ausländischen Flüchtlinge würden entsprechend der Einwohnerzahl auf die elf kreisangehörigen Städten und Gemeinden verteilt. Noch kann Niemeyer nicht sagen, wie sich die Zahlen weiterentwickeln. Der Landkreis gehe davon aus, dass ihm bis zum Ende des dritten Quartals 2015 weitere 450 Flüchtlinge zugewiesen werden.

Die Verteilung auf die Städte und Gemeinden erfolge nach der Einwohnerzahl, erklärt Niemeyer. Noch gehe die Kreisverwaltung davon aus, dass die Menschen ohne Neubauten untergebracht werden können. Dass das Ganze dennoch einiges kostet, zeige der Haushalt für 2015. Dort sind für die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz 5 725 000 Euro veranschlagt. Gut drei Millionen Euro erstatte das Land, den Rest zahle der Landkreis. Auch Thomas Brandes, Bürgermeister des Flecken Bovenden im Landkreis Göttingen, weiß nicht, wie viele Flüchtlinge in die Gemeinde kommen werden. „Es hängt davon ab, ob es Wohnungen gibt.“

In der jüngsten Ausgabe des Gemeindeblattes „Bovenden aktuell“ rief Brandes die Bürger dazu auf, freie Wohnungen zu melden. Der Landkreis Göttingen werde dem Flecken mitteilen, wenn er Flüchtlinge dort unterbringen müsse. „Unsere Aufgabe ist es, die vorhandenen Netzwerke zu aktivieren, eine Willkommenskultur zu entwickeln“, sagt Brandes. Wichtig sei, die Menschen nicht allein zu lassen, sondern sie bestmöglich zu integrieren. Dass die Flüchtlinge derzeit in den Gedanken vieler seien, merke er täglich. „Ich werde oft darauf angesprochen.“

Von Ute Lawrenz

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