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Flüchtlinge aus Lager Friedland in Northeim untergebracht

Weiterverteilung Flüchtlinge aus Lager Friedland in Northeim untergebracht

Heute sind 56 Flüchtlinge aus Friedland in den Kreis Northeim gebracht worden. Die Flüchtlinge, vorwiegend Männer aus Eritrea, Irak, Pakistan, Syrien, Afghanistan und der Russischen Föderation, wurden zunächst mit einem Bus zur Anlaufstelle in die Feuerwehrtechnischen Zentrale in der von-Menzel-Str. gebracht.

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Quelle: Pförtner (Symbolbild)

Northeim. Die Menschen wurden dort vom Ersten Kreisrat, Hartmut Heuer, der Fachbereichsleiterin Soziales, Sabine Nienhüser, und rund 40 Mitarbeitern der Kreisverwaltung in Empfang genommen. Aufgrund der bestehenden großen Sprachbarrieren waren ebenfalls zehn Dolmetscher zugegen.

Die Menschen wurden zunächst über die sternförmige Weiterverteilung informiert. Anschließend wurden Getränke, Lunchpakte und sogenannte Betreuungssets, die unter anderem Handtücher, Seife und Zahnbürsten enthalten, an die Flüchtlinge verteilt. Die Verteilung der Flüchtlinge auf die im gesamten Landkreis angemieteten Wohnungen erfolgte dann durch die Mitarbeiter der Kreisverwaltung. Insgesamt 14 Fahrzeuge wurden hierfür eingesetzt. Eine Unterbringung von Menschen in der FTZ war entgegen ersten Überlegungen nicht erforderlich, da für alle Flüchtlinge noch rechtzeitig geeigneter Wohnraum gefunden werden konnte.

Die Verteilung der Flüchtlinge verlief reibungslos. Bereits nach einer Stunde waren alle Menschen auf dem Weg in ihre Zielorte. Vor Ort kümmern sich unter anderem Ehrenamtliche um die Flüchtlinge. „Ohne das hohe ehrenamtliche Engagement in den Städten und Gemeinden wäre eine Betreuung der Flüchtlinge nur schwer oder gar nicht möglich“, so Sabine Nienhüser.

„Wir sind sehr froh, dass wir diese Menschen dezentral unterbringen konnten“, so das Fazit des Ersten Kreisrats Hartmut Heuer, nachdem alle Flüchtlinge verteilt worden waren. „Das Angebot an geeigneten Wohnungen ist nun aber so gut wie erschöpft. Da zu erwarten ist, dass weiterhin geflüchtete Menschen in den Landkreis Northeim kommen werden, stehen wir daher kurz davor, die Flüchtlinge zukünftig in Turnhallen oder Dorfgemeinschaftshäusern unterbringen zu müssen“, so Heuer weiter. „Auch die Tatsache, dass die kältere Jahreszeit vor der Tür steht, macht die Situation keinesfalls besser.“ Der Landkreis Northeim sucht daher nach wie vor dringend geeigneten Wohnraum kleineren Zuschnitts.

Nach Beendigung der Unterbringungsmaßnahme bedankte sich der Erste Kreisrat ausdrücklich bei allen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit.

Kontaktadresse für Wohnungsangebote: Karsten Haase, e-mail: khaase@landkreis-northeim.de, Tel.: 05551/708-754.

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