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Flüchtlinge helfen Flüchtlingen“ im ehemaligen Forstamt Herberhausen

„Die gehören jetzt zu uns“ Flüchtlinge helfen Flüchtlingen“ im ehemaligen Forstamt Herberhausen

Eine siebenköpfige Familie aus Syrien ist bereits da, vier Frauen aus Eritrea sollen am Donnerstag folgen – das ehemalige Forstamt in Herberhausen ist jetzt eine Flüchtlingsunterkunft. Und die Herberhäuser helfen, wo sie können, allen voran Andrea Gruttke-Henze.

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Andrea Gruttke-Henze und Helferin Aleaa vor dem ehemaligen Forstamt.

Quelle: Hinzmann

Herberhausen. „Ich habe schon in Weende in der Flüchtlingshilfe mitgearbeitet“, sagt Gruttke-Henze. „Als ich dann gehört habe, dass Flüchtlinge ins Forstamt kommen sollen, habe ich mich spontan bereit erklärt, das zu unterstützen und zu helfen.

Neben zahlreichen Unterstützern vor Ort bekommt Gruttke-Henze insbesondere Hilfe von Aleaa, die bei Gruttke-Henze wohnt. „Ich bin vor zwei Monaten und 17 Tagen in Deutschland angekommen“, erzählt die 31-jährige Syrerin auf Deutsch. Als Gruttke-Henze sie gefragt habe, ob sie in der neuen Flüchtlingsunterkunft mithelfen könne, habe sie sofort zugesagt.

Im Forstamt hilft sie jetzt, wo sie kann, richtet Zimmer ein, spricht mit den Neuankömmlingen und dolmetscht. „Sie ist eine absolute Bereicherung und eine ganz tolle junge Frau“, findet Gruttke-Henze. Sie nennt das Ganze „Flüchtlinge für Flüchtlinge“.

Aber auch im Ort sei die Unterstützung toll. „Ich bin wirklich glücklich über diesen Ort und die vielen Menschen, die hier helfen wollen“, so Gruttke-Henze.  Zum  Beispiel Ingeborg und Gerd Rippen, die erfahren haben, dass noch Betten benötigt werden und daraufhin im ganzen Ort nach überzähligen Betten gesucht haben. „Man muss halt fragen, dann geht das“, sagt Ingeborg Rippen.

Teilweise stehe Gruttke-Henzes Telefon gar nicht mehr still, ständig rufe jemand an und frage: Was braucht ihr noch? „Das ist gut so, ich möchte, dass sich diese Menschen hier wohlfühlen – es sind Menschen, die einen sehr weiten Weg hinter sich haben.“

Die Flüchtlinge sind angekommen in Herberhausen, nicht nur im Ort, sondern auch in der Gesellschaft. „Neulich hab ich alle mit zum Sport genommen. Das war schon witzig“, sagt Gruttke-Henze. „Das sind jetzt einfach Mitbürger, die gehören jetzt zu uns.“

Von Benjamin Köster

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