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Flüchtlinge im Göttinger Moritz-Jahn-Haus

Platz für 32 Menschen Flüchtlinge im Göttinger Moritz-Jahn-Haus

Seit Dienstag ist das Moritz-Jahn-Haus am Thie in Geismar Unterkunft für geflüchtete Menschen. Die ersten Neuankömmlinge haben ihr neues Quartier am Nachmittag bezogen. Am Mittwoch werden weitere Flüchtlinge erwartet. Das Haus bietet 32 Menschen Platz.

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Quelle: Pförtner (Symbolfoto)

Göttingen. Bei einer Informationsveranstaltung hat die Göttinger Verwaltungsspitze am Montag rund 90 Bürgern aus Geismar die Pläne für das Haus vorgestellt. In den vergangenen Tagen und Wochen sind in der ehemaligen Grundschule neue Duschen und Toiletten, Plätze für Waschmaschinen und eine Küche entstanden. Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass das Moritz-Jahn-Haus für zwei bis drei Jahre als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden muss.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) geht davon aus, dass es immer wieder Wechsel bei den Bewohnern geben wird. Gerd Gruß, Leiter des Stabes Flüchtlingshilfe, kündigte an, dass es „überwiegend“ alleinreisende Männer sein werden, die die Unterkunft beziehen. In Kürze sollen die neuen Bewohner in dem Haus von Sozialarbeitern der Bonveno-Gesellschaft betreut werden. Ein entsprechender Vertrag war im Dezember unterzeichnet worden. Der Einsatz eines Wachdienstes werde ebenso geprüft, so Gruß.

Befürchtungen von Bürgern, das Haus könnte verschmutzen oder verwahrlosen, trat Gisela Scharner vom Deutschen Roten Kreuz entgegen: Sie berichtete von ihren Erfahrungen aus der Notunterkunft auf den Zietenterrassen. Dort würden sich die 180 Flüchtlinge selbst organisieren. „Chaos gibt es dort nicht. Die Leute halten alles in Schuss“, sagte sie.

Bislang haben zwölf Vereine aus dem Ortsteil das Moritz-Jahn-Haus genutzt. Ortsbürgermeister Thomas Harms (Grüne), der das Haus bei der Suche nach Unterkünften ins Spiel gebracht hatte, betonte, dass für sie „adäquate“ Ersatzräume in der Verwaltungsstelle und bei der St.-Martin-Gemeinde gefunden worden seien.

Göttingens Ex-Oberbürgermeister und Geismaraner Wolfgang Meyer appellierte an die Menschen und Vereine aus dem Ortsteil, sich für die geflüchteten Menschen zu engagieren und ihnen zu helfen. „Wir in Geismar kriegen das hin“, sagte Meyer.

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