Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Flüchtlinge ins IWF-Gebäude Göttingen

Bezug im Herbst geplant Flüchtlinge ins IWF-Gebäude Göttingen

Noch in diesem Jahr können offenbar Flüchtlinge im Gebäude des ehemaligen Instituts für den wissenschaftlichen Film (IWF) am Nonnenstieg untergebracht werden. „Wir sind uns, was die Bauplanung angeht, mit dem Eigentümer einig“, sagte Stadtbaurat Thomas Dienberg am Freitag auf Anfrage.

Voriger Artikel
Krankenpfleger findet Eichhörnchen-Babys in Göttingen
Nächster Artikel
Polizei und GDA-Wohnstift Göttingen bieten Fahrtraining an

Noch in diesem Jahr können offenbar Flüchtlinge im Gebäude des ehemaligen Instituts für den wissenschaftlichen Film (IWF) am Nonnenstieg Göttingen untergebracht werden.

Göttingen. Jetzt müsse sich die Verwaltung mit dem Eigentümer, der Göttinger EBR Projektentwicklungs GmbH, nur noch über die Konditionen verständigen. „Ich gehe aber davon aus, dass das klappt“, sagte Dienberg.

Die Stadt will das Gebäude übergangsweise von der EBR mieten – allerdings im umgebauten Zustand, wie Dienberg betont. Viel zu tun sei aber nicht, „die Grundstruktur des Hauses ist gut“. Lediglich Sanitärbereiche, Küchen und ähnliches müssten von der EBR eingerichtet werden. Die Stadt will dann nach Angaben von Dienberg in einem Teil des Gebäudes etwa 100 bis 120 Flüchtlinge unterbringen.

„Wir wollen das IWF-Gebäude so schnell wie möglich bezugsfertig haben“, erklärte der Stadtbaurat. Das sei wichtig, um in Göttingen schnell eine weitere Unterkunft anbieten zu können – schließlich müsse die Stadt allein in diesem Jahr etwa 700 weitere Flüchtlinge aufnehmen. Derzeit gehe die Verwaltung davon aus, dass das Gebäude im September oder Oktober dieses Jahres bezugsfertig ist.

Unterdessen gehe die Suche nach weiteren Unterkünften für Flüchtlinge unvermittelt weiter, sagte Göttingens Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck gegenüber dem Tageblatt. Es könnten in diesem Jahr dann zwar im IWF-Gebäude und im geplanten Wohnheim auf den Zietenterrassen (180 Plätze) schon viele Flüchtlinge untergebracht werden.

„Dennoch besteht weiterhin eine erhebliche Lücke.“ Die Verwaltung müsse daher schon bald „den nächsten Standort ins Visier nehmen“. Denn unter Umständen müssten in Göttingen weitere Unterkünfte für Flüchtlinge gebaut werden. Allerdings gebe es dazu noch keine konkreten Pläne, betonte die  Sozialdezernentin. „Jetzt konzentrieren wir uns erst mal auf die beiden Projekte.“

Im Ostviertel gibt es offenbar eine große Bereitschaft, Flüchtlinge nicht nur im ehemaligen IWF-Gebäudekomplex unterzubringen, sondern sie auch ehrenamtlich zu betreuen. Das hatte sich zuletzt im Frühjahr bei einer Informationsveranstaltung der „Initiative Willkommen Flüchtlinge (IWF) gezeigt. Dort hatten viele der etwa 60 Besucher erklärt, das Projekt am Nonnenstieg unterstützen zu wollen.

Die Flüchtlinge sollen nur einige Jahre im IWF-Gebäude untergebracht werden. Nach Angaben von Borzou Rafie Elizei, Geschäftsführer der EBR, will die EBR danach auf dem Gelände Wohnungen bauen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“