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Flüchtlinge mit einbeziehen

Landesturnfest Flüchtlinge mit einbeziehen

25000 Wettkämpfer und mehr als 300.000 Besucher: Göttingen wird Ende Juni Schauplatz des Landesturnfestes sein.

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Vertragsunterzeichnung im Alten Rathaus für das Landesturnfest 2016: Wolfgang Meyer, Angelika Wolters und Heiner Bartling (v. l.) im Alten Rathaus.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Bei den Planungen nimmt das Thema Flüchtlinge einen immer größeren Stellenwert ein. Bis jetzt hat das aber nur geringe Auswirkungen auf den Hallenplan des Turnfestes. Stattdessen wollen die Veranstalter Flüchtlinge direkt mit einbeziehen.

Flüchtlinge in Sporthallen unterzubringen, sei in Göttingen ohnehin nur im akuten Notfall vorgesehen, erklärt Alexander Frey, Geschäftsführer der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GöSF). Schon gar nicht spielten große Sportstätten, wie sie auch beim Landesturnfest vornehmlich genutzt werden sollen, in den Überlegungen eine Rolle. Das sieht auch der Projektleiter des Turnfestes, Dirk Platta, so: „Ich gehe davon aus, dass Wettkämpfe nicht betroffen sein werden.“

Einzig die kleine FKG-Halle („Kleiner Felix“) könnte für die Unterbringung von Flüchtlingen möglicherweise noch eine Rolle spielen, sagen Frey und Platta. Dort sei während des Turnfestes bislang aber nur „ein Programm für jedermann“ geplant, ergänzt Platta – und das könne man im Fall der Fälle schnell umorganisieren. „Wir sind so flexibel und unbürokratisch, dass wir in kürzester Zeit reagieren können.“ Deswegen plane man bis auf Weiteres auch noch mit der Halle. Dann wisse man wohl auch Näheres zum Austragungsort der Party für die Turnfest-Teilnehmer. Diese soll nach derzeitigen Plänen in der Funsporthalle auf den Zietenterrassen ausgerichtet werden. Weil in einem Teil der Halle nun aber Flüchtlinge versorgt werden, gebe es Gespräche, ob die Party dennoch dort oder stattdessen in einer anderen Location stattfinden könne, sagt Platta.

Unterdessen sind Pläne gereift, Flüchtlinge stärker in das Programm des Landesturnfestes zu integrieren. Dabei werde das Organisationsteam vom ASC Göttingen beraten und vom SC Hainberg und dem Stadtsportbund unterstützt. Die Vereine hätten sich schließlich schon in der Vergangenheit sehr stark dafür eingesetzt, Sportangebote für Flüchtlinge zu schaffen. So gebe es Überlegungen, „dass Flüchtlinge uns ihre Sportarten zeigen“, erklärt Platta. Andere Bewegungsformen, zum Beispiel aus Syrien oder Afrika, könnten in das Turnfest mit einbezogen werden – und es somit bereichern.

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