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Flüchtlinge protestieren vor Göttinger Sparkasse

Göttingen Flüchtlinge protestieren vor Göttinger Sparkasse

Rund 35 Flüchtlinge haben am Donnerstag vor der Filiale der Sparkasse am Kreishaus in Göttingen protestiert. Zuvor hatten sie versucht, sich dort Konten einrichten zu lassen, waren aber abgewiesen worden. Das berichtet das Göttinger Bündnis gegen Abschiebungen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Vorangegangen seien der Aktion Gerüchte, wonach das Eröffnen eines Kontos bei der Sparkasse Göttingen für Flüchtlinge jetzt möglich sei.

 
Die Sparkasse bestätigt den Vorfall. Allerdings dauere es noch etwas, bis Flüchtlinge bei dem Geldinstitut ein Konto eröffnen könnten, sagte Michael Rappe, Leiter der Direktion Vorstandsreferat und Kommunikation. Die Sparkasse habe seit April diverse Gespräche mit den zuständigen Aufsichtsbehörden und Ministerien geführt. „Da derzeit noch keine klarstellende gesetzliche Regelung besteht, mussten wir viele rechtliche Anforderungen des Geldwäschegesetzes und der Abgabenordnung individuell klären.“

 
Nachdem die rechtlichen Fragen geklärt worden seien, befinde sich die Sparkasse derzeit mit Stadt und Landkreis Göttingen „in der Schlussabstimmung über das praktische Prozedere“, so Rappe. Geplant sei, Girokonten für Flüchtlinge „in Abstimmung mit und in Koordination durch Stadt und Landkreis ab Mitte August zu eröffnen“. Das gelte aber nur für Flüchtlinge „mit einer gültigen Aufenthaltsgestattung in Kombination mit einer Meldebescheinigung“. Ein solches Konto könne dann in der Filiale am Kreishaus eröffnet werden. „Die Sparkasse Göttingen ist damit das einzige Kreditinstitut vor Ort, das Flüchtlingen auf diese Weise die Teilhabe am Zahlungsverkehr ermöglicht“, betonte Rappe. afu

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