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Flüchtlinge sind Thema beim Jahresempfang in Grone

„Ökonomische Überforderung“ Flüchtlinge sind Thema beim Jahresempfang in Grone

Das Thema Flüchtlinge und Integration hat am Freitagabend den Jahresempfang in Grone bestimmt. „Willkommenskultur und Integration sind keine Momentaufgaben, sondern werden auf Dauer Bestandteil unseres Zusammenlebens sein“, sagte Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr (SPD) vor den mehr als 300 Gästen in der Groner Mehrzweckhalle.

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Applaus: Harald Noack, Fritz Güntzler, Thomas Oppermann, Birgit Sterr mit Enkelin Elisa und Rolf-Georg Köhler (v.l).

Quelle: Heller

Grone. „Leider gibt es Menschen, auch in unserer Stadt, denen es nicht so gut geht. Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und wirtschaftlicher Not geflohen sind und denen wir helfen müssen.“ Eine Willkommenskultur, die Flüchtlingen Hilfe im Alltag bietet, sei der erste Schritt. Sich hier eine Heimat aufzubauen sei ein langer Prozess, sagte Sterr. Es gehörten viele Akteure aus Kindergärten, Schulen,Vereinen und der Nachbarschaft dazu. „Und diese Akteure müssen ebenfalls unterstützt werden“, erklärte Sterr. Die erfolgreich abgeschlossene Stadterneuerung in Grone habe gezeigt, dass Integration im Zusammenspiel der Gemeinschaft gelingen könne.

Auch Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) ging auf das Thema Flüchtlinge ein. Rund 700 werde Göttingen in diesem Jahr aufnehmen. Köhler kritisierte aber, dass Land und Bund die Kommunen allein lassen. Es drohe so die „ökonomische Überforderung“, die Haushalte der Gemeinden würden ausbrennen. An die beiden anwesenden Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler (CDU) und Thomas Oppermann (SPD) appellierte Köhler, hier „etwas in Berlin zu erreichen“. Zum Glück gebe es in Göttingen auf den Zietenterrassen und in Nachbarschaft des ehemaligen IWF-Geländes die Bereitschaft, Flüchtlingen zu helfen. Hier einstünden 330 Plätze für Flüchtlinge. „370 weitere fehlen uns aber noch“, sagte Köhler. Für 4,5 Millionen Euro baue Göttingen „auf eigene Rechnung“ ein Flüchtlingswohnheim. Doch trotz aller finanziellen Probleme: „Andere Kulturen sind für uns eine Bereicherung“, sagte Köhler.

Musikalisch hat die Band Eyala den Empfang begleitet. Die drei Musiker kommen aus Kamerun.

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