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Flüchtlingsfamilien beziehen Wohnungen in Grone

Neue Heimat für Lana und Lara Flüchtlingsfamilien beziehen Wohnungen in Grone

Die Westgrund Niedersachsen Süd GmbH hat am Montag erste Wohnungen aus ihrem Bestand in Grone an Flüchtlingsfamilien als neue Mieter übergeben. Die Stadtverwaltung hat die Vermietungen vermittelt.

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Quelle: spf

Drei Zimmer und 75 Quadratmeter hat die neue Heimat von Lana (5 Jahre) und Lara (3 Jahre). Künftig werden die beiden Schwestern mit ihren Eltern Katja Khelo und Hani Fattha im Groner Süntelweg wohnen. Die kurdische Familie stammt aus dem Nordirak und ist vor mehr als einem Jahr aus ihrer Heimat geflohen. Seit acht Monaten ist sie bereits in Deutschland, zuletzt im Göttinger Rosenwinkel. Inzwischen haben sie ihre Anerkennung als Flüchtling bekommen. Ingeborg Rippen von der Initiative Göttingen hilft überreichte den beiden Schwestern am Montag zum Einzug in die neue Wohnung zwei Lego-Baukästen. 

Die frisch sanierte Wohnung ist eine von zunächst zehn, die die Westgrund Niedersachsen Süd GmbH aus ihrem Bestand von 1139 Wohnungen in Grone an Geflüchtete vermieten will. Die Familien sind die offiziellen Mieter, die Mietzahlungen wickelt die Stadtverwaltung ab.

"Die Wohnungen, auch wenn es zunächst nur zehn sind, tun uns sehr gut", sagte Michael Meyer vom Fachdienst Gebäude und Immobilien. So sei die Verwaltung weiterhin auf der Suche nach geeigneten Wohnungen für Flüchtlinge. Auch die Westgrund will in Grone weitere zehn, möglicherweise mehr, zur Verfügung stellen, wie Westgrund-Sprecher Rolf-Dieter Grass am Montag erklärte. Es gebe mit der Stadt Göttingen eine "gute Grundlage" dafür.

Man sei auf einem "vernünftigen" Weg, sagte Grass. Meyer erläuterte, dass die Verwaltung und die Westgrund sich verständigt hätten, die Wohnungen ausschließlich an Familien zu vermieten, auch sollten sie auf verschiedene Wohnblocks verteilt sein. So gelänge die Integration der Geflüchteten besser. Herkunftsländer sollten vornehmlich Irak, Syrien und Afghanistan und weniger die Balkanstaaten sein.

Zuletzt stand die Westgrund in der Kritik, zu viele Wohnungen in Grone über einen langen Zeitraum leer stehen zu lassen. Der Runde Tisch hatte im September angesichts fehlendem Wohnraums in Göttingen gefordert, diese Wohnungen wieder zu nutzen. Die Westgrund begründete den Leerstand mit anstehenden nötigen Sanierungen. Nach eigenen Angaben hat sie in den vergangenen Jahren rund 600 Wohnungen in ihrem Groner Bestand saniert.

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