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„Flüchtlingshilfe ehemalige Voigtschule“ organisieren Fahrradwerkstatt

„Wir brauchen Ersatzteile und Schlösser“ „Flüchtlingshilfe ehemalige Voigtschule“ organisieren Fahrradwerkstatt

Im ehemaligen Gebäude der Voigt-Realschule an der Bürgerstraße sind knapp 100 Menschen untergebracht, die von der „Flüchtlingshilfe ehemalige Voigtschule“ unterstützt werden. Unter anderem auch mit einer Fahrradwerkstatt, damit die Flüchtlinge mobil sind und zu ihren Deutschkursen gelangen können.

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Jamishid Jamali aus Afghanistan (links) und Felix Klaus reparieren  gemeinsam Fahrräder.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Ein geschäftiges Treiben herrscht im Keller des ehemaligen Schulgebäudes. Junge Männer und Kinder wuseln durch die von babylonischem Sprachgewirr erfüllten Räume. Überall stehen Fahrräder, liegen Werkzeuge und Ersatzteile. Dazwischen die Helfer. Sie tun viele Dinge auf einmal: Fahrräder reparieren, sich mit den Flüchtlingen in einem Gemisch aus Deutsch und Englisch unterhalten, irgendwie den Überblick behalten.  

Wilhelm Pflüger erklärt einem Flüchtling, wie man einen Reifenheber benutzt. Der junge Mann begreift schnell: Ein paar geschickte Handgriffe, und der Mantel ist los von der Felge. Er sei hier, um die Menschen zu unterstützen, sagt Pflüger. Aber auch, um Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Die Leute verfügten über die notwendige Kompetenz, um schnell zu lernen, betont der 60-Jährige.

Und Zeit zum üben, hätten sie ja genug. Unterdessen will eine Helferin einem jungen Mann ein Rad geben. Der lehnt ab – es ist ihm wohl zu alt und klapprig. Die Frau reagiert resolut: „Dann kriegt das Rad eben jemand anderes, und du bekommst erst mal gar keins.

„Fünfmal haben die Helfer die Fahrradwerkstatt schon ausgerichtet. Sie sei auf Spenden und weitere Helfer angewiesen, so Martina Kopf: „Wir brauchen Fahrräder, die noch einigermaßen in Schuss sind, Ersatzteile und Schlösser. Und natürlich Leute, die ein bisschen was von Rädern verstehen.“

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